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Künstlerische Positionen zu Demenz in Mettmann

Vernissage im Juni : Mettmann open Art thematisiert Demenz

Kunst und Kultur wurden von der Pandemie stark gebeutelt. Das Kunsthaus schlug sich wacker. Nun steht wieder eine „Open Art“ bevor. Vernissage der jurierten Ausstellung mit 40 Werken von 24 Künstlern ist Freitag, 10. Juni, an der Mühlenstraße.

Mettmann (RP/von) Die Mettmann Open Art hat Tradition und wird nun zum sechsten Mal von Kunsthaus-Mitglied Lothar Weuthen zum sechsten Mal initiiert. Wie in den Vorjahren wird sie auch diesmal als jurierte und themenbezogene Ausstellung für alle Künstler mit Bezug zur Stadt Mettmann und für Mitglieder des Kunsthauses ausgeschrieben.

War es im vergangenen Jahr Joseph Beuys und seine Erweiterung des Kunstbegriffs, der Leitmotiv war, entsteht die Schau jetzt in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Kreis Mettmann e.V. und Ansprechpartnerin Gabriele von Mauschwitz und trägt die Überschrift „Sich Verlieren ...“.

„Dies ist sicherlich im künstlerischen Sinne ein reizvolles, schwieriges, aber auch anspruchsvolles Thema“, vermutet Lothar Weuthen. Demenz ist ein nicht steuerbarer Selbst-Verlust, der auf vielfältige Art künstlerisch dargestellt werden kann. Andererseits ließ das Thema auch viel Raum für andere künstlerische Deutungen. Nun hat die Jury entschieden, 2022 haben sich 41 Künstlerinnen und ihre männlichen Kollegen mit 90 Arbeiten aus den Genres Malerei, Zeichnung, Fotografie und Skulptur beworben. Die wie immer neutrale Jury besteht in diesem Jahr aus drei überregional bekannten Experten, nämlich Anna Storm, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Von der Heydt-Museums, Corinna Bernshaus, einer Künstlerin, die Erfahrung im Umgang mit Dementen hat, sowie Künstler Uwe Priefert. Sie haben die Auswahl aus anonymisierten Bewerbungsunterlagen getroffen und 40 Werke von 24 Künstlern für die Ausstellung juriert.

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Freitag, 10. Juni, 17 Uhr, wird die Vernissage gefeiert. Die Begrüßung wird vom Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Kreis Mettmann e.V. vorgenommen. Danach wird die 1. Vorsitzende Monika Kißling die Ausstellung eröffnen. Für den Besuch gelten die aktuellen Coronaschutzvorschriften. Auch in diesem Jahr wird die Jury im Kunsthaus drei Werke auswählen, die ausgezeichnet werden. Die Bekanntgabe der drei Preisträger erfolgt im Rahmen der Eröffnung. Während der Dauer der Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten haben wieder alle Besucher die Möglichkeit, ihr Lieblingskunstwerk auszuwählen, berichtet Lothar Weuthen.

Am letzten Tag der Ausstellung, zur Finissage Sonntag, 26. Juni. 16 Uhr, werden dann die drei Künstler mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, deren Werke die meisten Nennungen erhalten hat.

„Es wird wieder sehr spannend und interessant sein zu sehen, wie die Künstlerinnen und Künstler ihre jeweils eigene Auseinandersetzung mit dem Thema gemeistert haben“, macht Lothar Weuthen Appetit auf  „sehr kreative Exponate“.

Begleitend zu den jurierten Kunstwerken werden einige künstlerische Projekte von Demenzerkrankten dargestellt sowie Sachinformation durch die Alzheimer Gesellschaft Kreis Mettmann e.V. angeboten.

(von)