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Korschenbroich: Ausstellung im Kunsthaus Dreho thematisiert Pandemie und Naturschutz

Internationale Ausstellung im Kunsthaus Dreho : Ausstellung thematisiert Pandemie und Naturschutz

Das Kunsthaus Dreho feierte sein zehnjähriges Bestehen mit einer international besetzten Ausstellung. Sieben südamerikanische und ebenso viel deutsche Künstler waren vertreten.

Geboren und aufgewachsen in Kolumbien hat sich Gabriela Drees-Holz die enge Beziehung zu Südamerika bewahrt. Daher feierte die Liedberger Künstlerin das zehnjährige Bestehen des von ihr gegründeten Kunsthauses Dreho an drei Tagen unter dem Titel „Encuentros – Begegnung“.

Zur Vernissage war die Gemeinschaftsausstellung mit Arbeiten von sieben deutschen und ebenso vielen südamerikanischen Künstlern ergänzt um jeweils eine musikalische, filmische und tänzerische Uraufführung. Das Niers-Blech Quartett servierte im farbigen Spiel Sylvia Wimmershoffs Kompositionen über emotionale Begegnungen. Erstmals gezeigt wurde Carola-Henrike Caspers Film „Abstand“ über ihre Vertonung von Alfred Wolfensteins Gedicht „Städter“. Die Chilenin Paulina Abufuehle führte im Ausdruckstanz zu den Kunstwerken.

Bürgermeister Marc Venten betonte zur Begrüßung seine Begeisterung über die Gesamtinstallation und den Ort im Schatten der Schlosskapelle. Die Gastgeberin bezeichnete die in die Schau integrierte Wanderausstellung als Kern der Präsentation. Dieser Teil zeigte im separaten Raum Ergebnisse eines interkulturellen Projekts, das sich mit der Veränderung künstlerischen Arbeitens während der Pandemie auseinandersetzt.

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Initiator Dietmar Jäkel beteiligte sich mit gezeichneten und gemalten Arbeiten zum Thema Federn mit Verweis auf die Corona-Zeit, in der „jeder Federn lassen musste“. Die Keramiken der Venezolanerin Patricia Koch entfalteten ihren unendlich zarten Charakter wiederum im Garten, geschickt hervorgehoben auf Baumstümpfen. Die Raderbroicher Künstlerin Gisela Schmachtenberg-Scherlitzki installierte über eine textile Spur einen blauen Gedankenfluss als Vision des Liedberger Baches und verband darüber reizvoll Umfeld und Ausstellungsort. Drees-Holz gab Einblicke in ihre vielfältige Textil-, Keramik und Objektkunst.

Aus Kaffeekapseln gefügte Darstellungen von Tieren und bedrohter Welt mahnen Rohstoffvergeudung an und spiegeln zugleich die Faszination an der Auseinandersetzung mit Materialien. Im hinteren Garten hat sie ein Schutznest aus Rettungsdecken mit Wächter davor installiert. Das Nest barg von ihr gehäkelte Blumen mit Staubgefäßen und symbolisierte die Bitte um achtsamen Umgang mit Natur.