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Hochdahler Chöre laden zum Sänger-Fest in den Lokschuppen​

Geselligkeit in Erkrath : Chöre laden zum Sänger-Fest in den Lokschuppen

Dort fanden während Corona auch die Proben in gebührendem Abstand statt. Jetzt kann wieder zusammengerückt werden, um Christi Himmelfahrt mit vielstimmigem Gesang zu begehen.

(RP) Auch die Hochdahler Chöre sind wieder aktiv und laden für Donnerstag , 26. Mai, zum 20. Hochdahler Sänger-Fest in den historischen Lokschuppen am Ziegeleiweg 1-3 in Hochdahl ein. Eröffnet wird das Fest um 11 Uhr mit Beiträgen des Frauenchors Hochdahl und des Hochdahler Männergesangvereins 1909 gemeinsam mit dem MGV Sängerbund Erkrath 1882. Das benachbarte Restaurant „Hopmanns Olive“ sorgt für das leibliche Wohl der Gäste, der Eintritt zum Kinzert ist frei. „Unsere letzten Konzerte fanden im November 2019 statt, geprobt wurde unter den bekanntlich erschwerten Bedingungen, jedoch mit viel Leidenschaft. Gerade deshalb fiebern wir so sehr unserem traditionellen Sängerfest entgegen“, berichtet Chorsprecherin Claudia Nöcker. Im schönen Ambiente des Lokschuppens und dem angeschlossenen Biergarten freuen sich die Aktiven darauf, ihr Publikum „nach so langer Zeit wieder gesanglich zu umarmen“. Passend zum Anlass, zur Jahreszeit und zum Veranstaltungsort werden leichte, emotionale und sommerlich-launige Lieder gesungen. Die Damen lassen auch rote Rosen regnen, feiern Elton Johns Geburtstag und die Herren schwelgen beim Chianti im Sonnenland Ticino, kündigt Claudia Nöcker an.

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Drei Meter zur Seite und vier Meter nach vorn, diese Distanz hatte jeder Proben-Teilnehmer während der Pandemie bei geöffneten Türen und Fenstern im Lokschuppen einhalten müssen, so sah es das mit der Stadtverwaltung abgestimmte Hygienekonzept vor. Probleme waren da programmiert – und es war nicht allein die Zugluft, die manchem schlecht bekam. Denn als Chorsänger sei man naturgemäß darauf fixiert, auf den Nachbarn zu hören und dadurch auch die eigene Lautstärke zu regulieren.

Weil sich die Nachbarn aber unter diesen Bedingungen gar nicht hören konnten, ergab sich auf diese Wiese nicht der gewohnte Chorklang hin. „Diese Proben gehen mit viel Aufwand einher, aber wir werden damit nicht auftrittsreif. Und die Stimmen lassen nach“, bedauerte damals Tenor Dieter Feilen, der Vorsitzende der rund 120 Aktive zählenden Hochdahler Chöre. Als Konsequenz waren für 2020 alle Auftritte abgesagt worden. Das hatte Folgen für die Motivation, denn die Sänger fragten sich mittlerweile, wofür sie eigentlich proben. Ihnen fehlten das Ziel, das Fiebern, die Spannung vor den großen Auftritten, die Aufregung vor den Galakonzerten und natürlich der Beifall als Bestätigung.

Es fehlte ganz allgemein die Gelegenheit, den guten Ruf, den die Sangesfreunde sich über Jahre, Jahrzehnte und die Stadtgrenze hinaus erarbeitet haben, zu untermauern, vielleicht sogar mit neuen Ideen auszubauen, wie Claudia Nöcker damals berichtete. Nun nehmen die Sängerinnen und Sänger einen neuen Anlauf und hoffen auf zahlreiche Besucher im Hochdahler Lokschuppen.