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Kaarst: Lars Reichow feiert gelungene Premiere auf Kleinkunstbühne

Kabarett in Kaarst : Gelungene Premiere von „Schöngeist“ Lars Reichow

Er ist Kabarettist, Pianist, Komponist, Sänger, Fernsehmoderator und Entertainer – und er hatte noch nie auf der Kaarster Kleinkunstbühne gestanden. Diese fehlende Sprosse auf der Karriereleiter erklomm Lars Reichow nun.

   Er präsentierte sich als Musikkabarettist und sein neues Programm „Ich“ und hatte zwei Arbeitsplätze: Vor dem Keyboard und vor dem Flügel. Das Programm ist gut portioniert, das gesprochene Wort wechselt sich mit dem gesungenen ab.

Zum Teil ist „Ich“ auch sehr politisch. „Olaf Scholz wird Bundeskanzler: Vor wenigen Monaten wäre das noch die Lachnummer des Abends gewesen“, sagt der 57-jährige gebürtige Mainzer. Mit Armin Laschet scheint er Mitleid zu haben: „Er ist der Punching-Ball des Jahres.“ Wütend wird er, als es um die AfD geht: „Diese Schmierlappen sind eine große Schande für unser Land.“

Seine Wünsche an die neue Regierung hat er in einen Song gepackt, er wünscht sich Tatkraft statt Trippelschritte. Impfgegner sind für ihn ein Ärgernis: „Worauf wollen die noch warten? Bis sie tot sind?“ Menschliches und Privates hat auch seinen Platz: Reichow schildert Körperkult und Fitnesswahn und wie seine Tochter versucht, ihm beides aufzuzwingen. Seine Erkenntnis: „Mein Platz ist nicht auf der Turnmatte, sondern vor dem Kühlschrank.“

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Vom Privaten geht es schnurstracks zum Politischen, und da kann dem Schöngeist Reichow auch schon mal schnell der Kragen platzen, dann speit er böse Worte wie ein Vulkan Lava. Ein Ärgernis ist für ihn, wie „der olympische Schmierlappen Thomas Bach“ mit den Mächtigen, Geldgierigen umgeht und dass die Werbeflächen den Diktatoren gehört wie Putin und den Männern aus Katar. Reichow erlaubt sich Albernheiten und bietet dabei beste Unterhaltung.