Hückeswagen: Saxofon-Ensemble "Saxolut" spielt mitreißendes Konzert

Hückeswagen : Saxofon-Ensemble "Saxolut" spielt mitreißendes Konzert

Die Konzertreihe "Teacher's Best" im Kultur-Haus Zach erfreut sich bei jeder neuen Ausgabe großer Beliebtheit. Dabei sind in regelmäßigen Abständen Ensembles der Musikschule Hückeswagen - mal Lehrer, mal Schüler, mal gemeinsam - zu Gast und präsentieren sich und ihre Arbeit. Am Freitagabend war es die Gruppe "Saxolut", die mit fünf Saxofonen und viel guter Laune eine Menge an Hits und musikalischen Schmankerl präsentierte.

Die knapp 50 Zuschauer hatten genauso viel Spaß wie die fünf Musiker um Musikschullehrer und Bandkopf Michael Tschernysch. Das lag zum einen an der cleveren Songauswahl. Die umfasste sowohl altes irisches Volksliedgut wie "Whiskey In The Jar", das in einem fröhlichen, mit leichten Klezmer-Anleihen versehenen Arrangement Tschernyschs dargeboten wurde, wie auch harmonisch komplex-verschachtelte Blues-Jazz-Arrangements wie "Georgia On My Mind", das vor allem durch Ray Charles bekannt geworden war.

Dabei überzeugte einmal mehr die große Klasse des Saxofon-Quintetts, das ursprünglich als Quartett gestartet war. Glasklar waren die Harmonien, sauber die Intonation, und auch das Zusammenspiel harmonierte perfekt. "Oft sind Lieder nur für Quartett geschrieben worden, manchmal hat unser Bandleiter das Stück dann umarrangiert", berichtete Sabine Schmelzer-Beversdorff, die den Abend moderierte. Hin und wieder, wie beim "Pink-Panther"-Thema von Henry Mancini, musste einer der fünf Saxofonisten pausieren - und sorgte, wie eben beim Rosaroten Panther, per Perkussionsinstrument für die rhythmische Begleitung. Aber auch ganz strukturiert und stringent konnten es die fünf "Saxolut"-Musiker, wie beim barocken Boureé von Johann Sebastian Bach deutlich wurde.

Der Jazz spielte indes die dominante Rolle im enorm kurzweiligen Konzertprogramm. Sei es mit einer mitreißend dargebotenen Version von George Gershwins "Lady, Be Good". Sei es in einer der Eigenkompositionen von Tschernysch, dem zwischen melodisch und rhythmisch schwankenden "Easy Driving". Oder aber in einer Variante des beliebten Play-Bach-Stils, als ein klassisch angehauchtes altes schwedisches Volkslied im Mittelteil plötzlich eine heftig groovende Jazz-Schlagseite verpasst bekam, was unglaublich gut klang.

Wie überhaupt der ganze Abend ein überaus wohltuender, warmer Klangkörper war, bei dem man sich nicht entscheiden konnte, was einem besser gefiel: das, was von den überaus versierten Musikern oder wie es dargeboten wurde.

(wow)
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