Hückeswagen: Radevormwald beschäftigt sich mit Biesenbach-Vorschlag zur JVA

Hückeswagen: Radevormwald beschäftigt sich mit Biesenbach-Vorschlag zur JVA

Das Thema Bau einer Justizvollzugsanstalt ist seit dem 15. Januar in der Stadtverwaltung Radevormwald ein Thema. "Wir haben darüber in der Amtsleiterrunde gesprochen und werden dies auch in der nächsten Sitzung des Ältestenrats mit den Fraktionsvorsitzenden tun", sagt Bürgermeister Johannes Mans. Bei diesem Gespräch möchte Mans die Grundposition der Radevormwalder Politik abklopfen.

In einem Nebensatz hat Landes-Justizminister Peter Biesenbach (Hückeswagen) beim CDU-Neujahrsempfang fallen lassen, dass das Land Standorte für den Bau von Justizvollzugsanstalten sucht. Gleichzeitig sagte er etwa 1000 neue Arbeitsplätze zu.

Die erste Runde mit den Amtsleitern hat auch die Frage aufgeworfen, ob die Stadt für ein solches Projekt überhaupt ausreichende Flächen zur Verfügung hat. Im Radevormwalder Gewerbegebiet Ost, das in den kommenden Jahren erweitert werden soll und das die einzigen Reserve-Gewerbeflächen möglich macht, sieht der Bürgermeister Prioritäten in der Ansiedlung von Unternehmen. "Wir haben einige ernsthafte Anfragen von auswärtigen Unternehmen, die sich eventuell in Rade niederlassen möchten", sagt Mans. Zudem gebe es Unternehmen in Radevormwald, die vergrößern oder ihren kompletten Sitz auf eine Fläche im Gewerbegebiet östlich von Rädereichen verlagern wollten.

Der Bürgermeister gibt auch zu bedenken, dass die 1000 Arbeitskräfte erst einmal ausgebildet werden müssten. Prüfen müsse man dabei auch, ob es in der näheren Region ausreichend Personal geben könnte, schließlich gebe es im Umfeld von 20 Kilometern bereits drei solcher Einrichtungen (zwei in Wuppertal) und eine in Remscheid-Lüttringhausen).

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"Wir sind eine Kleinstadt und da ist die Frage, ob das Potenzial hier ausreicht", sagt Mans. Sprechen werde er natürlich auch mit Peter Biesenbach, ergänzt er. Bisher sei aber nach dem 15. Januar noch kein weiteres Gespräch vereinbart worden.

Der Radevormwalder Bürgermeister möchte deshalb in Respekt vor dem Thema in der nächsten Zeit alle Argumente zusammentragen und diese natürlich auch gegeneinander abwägen und dann eine Grundposition der Beteiligten abklopfen. Dazu werde natürlich auch das Meinungsbild der Bevölkerung gehören.

(RP)