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Radevormwald: Auch die Partnerstadt trauert um Hubert Staratschek

Bundesverdienstkreuzträger aus Radevormwald : Bürger von Nowy Targ würdigen Hubert Staratschek

Bürgermeister und Stadtratsvorsitzender der polnischen Partnerstadt haben ein Kondolenzschreiben an die Radevormwalder Verwaltung gesendet. Der im Alter von 85 Jahren Verstorbene hatte bereits in den 1980er Jahren Kontakte über die Grenzen hinweg geknüpft.

Mit Trauer und Betroffenheit haben auch die Menschen in Radevormwalds polnischer Partnerstadt Nowy Targ auf den Tod von Hubert Staratschek reagiert. Durch sein Engagement hatte er maßgeblich die Städtepartnerschaft vorbereitet.

In einem Kondolenzschreiben an die Stadtverwaltung in Radevormwald würdigen der Bürgermeister von Nowy Targ, Grzegorz Watycha, und der Stadtratsvorsitzende Grzegorz Luberda, die Leistungen des jüngst im Alter von 85 Jahren Verstorbenen. Zunächst hatte Hubert Staratschek auf der kirchlichen Ebene Kontakte nach Polen geknüpft. Im Jahr 1985 war er gemeinsam mit Johannes Schmid mit einem Hilfsgütertransport auf Bitte des damaligen Bischofs von Krakau, des späteren Kardinals Franciszek Macharski, nach Nowy Targ gekommen, um humanitäre Hilfe zu leisten.

In den folgenden 36 Jahren engagierte sich Hubert Staratschek auf vielfältige Weise für die Menschen in der polnischen Stadt und der Podhale-Region, so half er bei der Beschaffung von medizinischer Ausrüstung, organisierte Pulvermilchtransporte für die Kinder nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl, organisierte Kontakte der Schulen und unterstützte die Aktivitäten der Malteser. Auch auf den Gebieten der Kultur und des Sports engagierte er sich für den Austausch zwischen den jeweiligen lokalen Akteuren.

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Auf der Grundlage dieser Kontakte kam es schließlich im Jahr 2005 zur Städtpartnerschaft zwischen Nowy Targ und Radevormwald. Träger dieser Partnerschaft vor Ort war der Freundeskreis, in dessen Vorstand Staratschek unter anderem als stellvertretender Vorsitzender aktiv war.

„Diejenigen, die in besonderer Weise bei der Zusammenarbeit unserer Partnerstädte mitwirken, wird sein Beispiel zu weiteren gemeinsamen Aktivitäten beflügeln, anregen, aber ihnen auch die nötige Kraft dazu geben“, heißt es in dem Kondolenzschreiben aus der polnischen Partnerstadt. Selbstlos habe sich der Verstorbene für die Kontakte der beiden Städte, aber auch des Dekanats Wipperfürth mit der polnischen Kirche eingesetzt.

Hubert Staratschek ist am 24. April im Kreise seiner Angehörigen veratorben. Für seine vielfältigen Verdienste im Laufe seines Lebens hatte Staratschek unter anderem im Jahr 2013 das Bundesverdienstkreuz erhalten.

(s-g)