Hückeswagen: Marén im Landeswettbewerb

Hückeswagen : Marén im Landeswettbewerb

Musikalität liegt in der Familie"Jugend musiziert" motiviert jedes Jahr tausende von Nachwuchsmusikern zu künstlerischen Leistungen. Am Wochenende erzielten Schüler der örtlichen Musikschule herausragende Ergebnisse beim Regionalwettbewerb.

Vor Aufregung nasse Kinderhände und mitfiebernde Eltern: Beides war am Wochenende vermehrt in der Stadt zu beobachten. Grund war der Regionalwettbewerb "Jugend musiziert", der zum ersten Mal in Hückeswagen lief. 150 Musikschüler der Region Rhein-Berg/Oberberg hatten sich angemeldet und stellten sich nun den Juroren vor. Wer für seine Leistung die ausreichende Punktzahl erhielt, qualifizierte sich für den NRW-Landeswettbewerb, der wiederum die Vorausscheidung für den Bundeswettbewerb bringt.

Allein und im Ensemble

In diesem Jahr standen Solo-Wertungen in Klavier, Harfe, Drumset (Pop), Gesang und Gitarre (Pop) auf dem Programm. Darüber hinaus fanden Ensemble-Wertungen für Holzbläser und Streicher statt. Um ausreichend Vorspiel- und Einspielräume zur Verfügung stellen zu können, wurde die Austragung des Wettbewerbs auf drei Orte verteilt. Die jungen Musiktalente präsentierten sich im Heimatmuseum, in der Musikschule mit angeschlossenem Forum und in der Gemeinschaftsgrundschule Kölner Straße.

"Das ist schon ein großer organisatorischer Aufwand", sagte Musikschul-Leiterin Barbara Florin im Vorfeld des Wettbewerbs. Sie hält die Veranstaltung für eine gute Gelegenheit, Musikstücke punktgenau einzustudieren, zu intensivieren und Erfahrungswerte zu sammeln. "Tränen gibt es eigentlich nur, wenn die Erwartungen zu hoch waren", sagte die Klavierlehrerin, die selbst in ihrer Kindheit an Wettbewerben teilgenommen hatte.

Bei den Vorbereitungen entwickelten die Kinder besonders großen Ehrgeiz. Nach den Vorspielen erhielten die jungen Musiker dann bei der Teilnehmer-Beratung Tipps für ihre weitere musikalische Ausbildung.

Die Empfehlung, auf jeden Fall weiter zu machen, bekam Annalena Moritz (12), eine der jüngsten Klavierschüler im Wettbewerb. "Ich habe jeden Tag geübt und war auch mit mir selber zufrieden", sagte die Zwölfjährige. Mehr als Lob erhielt die Hückeswagenerin Marén Mehnert (Fagott) von den Juroren: Mit ihrem Trio, bestehend aus einem Fagott und zwei Klarinetten, erreichte sie die Qualifikation zum Landeswettbewerb.

Musikalische Entwicklung fördern

Mitmachen dürfen im Wettbewerb Schüler, Auszubildende, junge Berufstätige und Studierende – egal, ob sie Musikunterricht an einer Musikschule, einer allgemein bildenden Schule oder bei einem Privatlehrer erhalten. "Jugend musiziert" bietet all jenen eine Bühne, die ihr musikalisches Können als Solisten oder im Ensemble der Öffentlichkeit zeigen und einer fachkundigen Jury präsentieren wollen. Die intensive Arbeit mit dem Instrument oder der Singstimme sowie die Auseinandersetzung mit Werken verschiedener Musikepochen bereichern und fördern die musikalische Entwicklung.

(RP)
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