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Grevenbroich: Verein für das Stadtmarketing gegründet

Grevenbroich : Verein für das Stadtmarketing gegründet

Das Stadtmarketing ist jetzt Vereinssache. Nachdem Robert Jordan in den Ruhestand getreten ist, hat sich eine Gemeinschaft um Bürgermeister Klaus Krützen gebildet. Ihr Motto heißt "Herausforderung Zukunftsstadt".

In Grevenbroich ist ein Stadtmarketingverein gegründet worden. Unter dem Motto "Herausforderung Zukunftsstadt" will die Gemeinschaft unter Federführung von Geschäftsführerin Lena Lüken stadtweit unterstützend, koordinierend, flankierend und auch veranstaltend tätig werden. "Es geht nicht darum, eine Eventgesellschaft zu sein oder in Konkurrenz zu anderen Vereinen zu treten", sagt Bürgermeister Klaus Krützen, der als Vorsitzender im geschäftsführenden Vorstand agiert. "Im kommunalen Wettbewerb sind andere Inhalte bedeutungsvoller." Oberstes Ziel des Vereins sei zunächst, die Kräfte zu bündeln sowie die Kommunikation und Kooperation anzuregen.

Zum geschäftsführenden Vorstand von "Stadtmarketing Grevenbroich" gehören Andrea Kleinschmidt-Baum, Rita Krawinkel, Stephan Hermanns und Rüdiger Lohmann. Gemeinsam geht es den Akteuren um eine Neukonzeption und Ausweitung des Stadtmarketings, das bis zum Ende 2017 von Robert Jordan verantwortet wurde. Mit dem Eintritt Jordans in den Ruhestand ist diese Stelle - im Einklang mit dem Konsolidierungskonzept der Stadt - gestrichen worden. Einsparung: rund 56.000 Euro.

"Wir wollen von Anfang an eine Lösung umsetzen, an der sich möglichst viele beteiligen können. Denn vor uns liegen zahlreiche Kommunikations- und Positionierungsvorhaben, die wir nur gemeinsam mit den Bürgern, Unternehmen, Vereinen, der Verwaltung und der Politik auf die Gleise stellen können", sagt Krützen. Robert Jordan habe mit kleinem Budget etliche "Meilensteine" setzen können, etwa die Netzwerktreffen, den Schnee-Ball oder die Ansiedlung von "Evita Beach". Veranstaltungen wie diese - inklusive des Feierabendmarktes - sollen künftig unter Regie des Stadtmarketingvereins fortgeführt werden. Und noch mehr: "Das kann auch dazu führen, dass wir die Stadtfest-Aktivitäten des Werberings begleiten und übernehmen", berichtet der Bürgermeister.

Das Ziel des Vorstandes: Stadtmarketing soll weg vom Kirchturmdenken führen und die Stadt als Ganzes positionieren und stärken. Wichtige Projekte sollen die "Digitale Stadt" und die "Feinkaufen-Karte" sein - letztere bringt der Werbering als umsetzungsfertiges Konzept in den neuen Verein ein.

"Unsere Struktur bietet die Möglichkeit, als Einzelperson, Firma oder Verein Mitglied zu werden. Damit sind wir offen für alle, die sich konstruktiv und innovativ am Stadtmarketingprozess beteiligen wollen", sagt Andrea Kleinschmidt-Baum, die künftig das Finanzmanagement übernimmt. Das Ganze sei mehr als die Summe seiner Teile, betont Stephan Hermanns, der durch seine Vorstandsbeteiligung deutlich macht, dass es hier nicht um Belange der Innenstadt geht. "Wäre das der Fall, würde ich mich sicherlich nicht an dieser Stelle engagieren", betont er.

Aktuell entsteht ein Web-Auftritt, zudem wird eine Geschäftsstelle gesucht. Sie soll künftig hauptamtlich betrieben werden, sagt Krützen. Ob der Verein mit Geld aus dem Stadt-Haushalt unterstützt wird, steht noch nicht fest. "Das muss mit der Politik noch besprochen werden", betont der Verwaltungschef. Bis eine Adresse für "Stadtmarketing Grevenbroich" feststeht, können sich Interessierte direkt an Klaus Krützen (Mail: klaus.krützen@grevenbroich.de) im Rathaus wenden.

(NGZ)