Grevenbroich: Stadtmarketing-Verein nimmt Arbeit auf

Grevenbroich: Stadtmarketing-Verein nimmt Arbeit auf

Der neue Verein wird am 14. März seine Ziele, Strukturen und ersten Projekte vorstellen - und Mitglieder werben.

Die Geschäftsstelle im Neuen Rathaus ist noch nicht bezogen, aber das Logo ist fertig, die Homepage frei geschaltet - auch die ersten Projekte für 2018 stehen fest. Der im Januar gegründete Verein Stadtmarketing Grevenbroich hat seine Arbeit aufgenommen. Die erste öffentliche Veranstaltung erfolgt in eigener Sache: Am Mittwoch, 14. März, wird der Verein bei einem Informationstreffen um 19 Uhr im Bernardussaal seine Strukturen, Ziele und Aufgaben vorstellen.

Bis Ende 2017 war Robert Jordan im Rathaus fürs Stadtmarketing zuständig, mit seinem Ruhestand wurde diese Stelle eingespart. "Wir wollen das Stadtmarketing auf breitere Füße stellen", erklärt Bürgermeister Klaus Krützen, er gehört dem Vereinsvorstand als Vorsitzender an. Der Verein soll räfte bündeln, ein "strategisches Marketing aufbauen, um im kommunalen Wettbewerb weiter zu bestehen", wie Krützen sagt.

Bürger, Vereine, Unternehmen und andere sind nun aufgerufen, mitzumachen - mit Ideen, aber auch mit Geld, schließlich soll der Verein sich vor allem über Mitgliedsbeiträge finanzieren, wie Vorstandsmitglied Stephan Hermanns betont. Bislang sind acht Gründungsmitglieder dabei. Privatleute erhalten ab 120 Euro Jahresbeitrag die Mitgliedschaft, Unternehmen ab 240 Euro. Fördermitglieder ab 2500 Euro Beitrag gehören automatisch dem Beirat an, der den Vorstand berät. Krützen hofft fürs erste Jahr auf ein Budget von 60.000 bis 70.000 Euro. Er will im Rat beantragen, dass auch die Stadt Mitglied wird, "entscheiden muss darüber die Politik". Dasselbe gelte für die Höhe des Unterstützungsbeitrags. Die operative Geschäftsführung hat hauptberuflich Lena Lüken. übernommen, die 28-Jährige ist fürs Tagesgeschäft zuständig, soll Projekte konzipieren und umsetzen. Für 2018 geplant ist etwa ein Informationsportal für die Stadt, auf der Gewerbetreibende, Händler und Gastronomen ihre Angebote vorstellen. Links sollen zu deren Homepages führen - an einen weiteren Ausbau, etwa zum Online-Markt, ist gedacht. Voranbringen will der Verein auch die "Feinkaufen-Card", mit der Kaufkraft an Grevenbroich gebunden werden soll. Geplant sind Gutscheine oder aufladbare Karten, mit denen in Geschäften, Restaurants oder bei Dienstleistern bezahlt werden kann. "Angestoßen hatte die Feinkaufen-Card der Werbering, sie wurde aber nicht umgesetzt", erklärt Lena Lüken.

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Beim Niederrheinischen Radwandertag am 1. Juli unter dem Motto "Kulinarik und regionale Produkte" will der Verein mit Fahrrad-Club, Stadt und Niederrhein-Tourismus kooperieren. Auch Robert Jordan unterstützt noch. "Wir denken daran, auf dem Marktplatz ein kulinarisches Angebot zu machen, etwa mit Foodtrucks", sagt er.

Schritt für Schritt soll der Verein auch Events wie die Netzwerktreffen oder ab 2019 den Feierabendmarkt in seine Regie übernehmen. Und beim Stadtentwicklungskonzept (ISEK) will der Verein das Baustellenmarketing übernehmen, gedacht ist etwa an Baustellenfeste.

(NGZ)