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Grevenbroich: Neuer Standort für den Bau einer Moschee gesucht

Grevenbroich : Neuer Standort für den Bau einer Moschee gesucht

Der Neubau einer Moschee in Grevenbroich wird voraussichtlich längern dauern als geplant. Das wurde jetzt bei einem Gespräch zwischen Vertretern des Vereins Ditib und Bürgermeisterin Ursula Kwasny deutlich.

Ursprünglich hatte der Verein geplant, ein neues Bethaus auf dem Gelände der bestehenden Moschee am Hammerwerk zu errichten. Diese Pläne sind jedoch zwischenzeitlich verworfen worden, erklärte Kwasny auf Anfrage unserer Zeitung. Jetzt soll nach einem neuen Standort für das Bauvorhaben gesucht werden.

Im Rathaus sei aber weder über ein bestimmtes Grundstück noch über die Größe einer Fläche gesprochen worden, betonte die Bürgermeisterin. "So weit sind wir noch nicht. Zurzeit sehe ich auch noch keine Fläche im Stadtgebiet, die für einen Neubau in Frage kommen könnte", sagte Kwasny. Der Moschee-Verein werde sich nun selbst auf die Suche nach einer Fläche machen. Wenn gewünscht, werde ihn das städtische Planungsamt dabei unterstützen.

Wie Vorsitzender Yahya Cakar erklärte, eigne sich das Moschee-Gelände am Hammerwerk nicht für den geplanten Neubau. Gesucht werde ein Standort, der außerhalb eines Gewerbegebietes liegen, aber dennoch gut erreichbar sein sollte. "Wir haben zurzeit noch kein Gelände in Aussicht", so Cakar.

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Die Neubaupläne wurden bereits im vergangenen Sommer vorgestellt. Weil die bestehende Moschee am Hammerwerk zu klein wurde, soll ein größeres Bethaus errichtet werden. Darin sind auch Lehrräume vorgesehen, in denen Nachhilfestunden für Migrantenkinder oder Deutschkurse für die Generation über 50 angeboten werden sollen. Das Investitionsvolumen wird vom Verein Ditib auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert. Gelingen die Pläne nicht, soll der Altbau am Hammerwerk saniert werden.

(wilp)