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Grevenbroich: Telekom entschuldigt sich bei Taxi-Firma aus Hemmerden

Grevenbroich : Telekom entschuldigt sich bei Taxi-Firma aus Hemmerden

Unternehmen ist jetzt wieder telefonisch zu erreichen.

Jetzt klingelt wieder das Telefon in der Zentrale des Hemmerdener Taxiunternehmers Steven Sürder. Nachdem er mehr als eine Woche telefonisch nicht zu erreichen war und seine 30 Fahrer weitgehend Däumchen drehen mussten, hat die Telekom seinen Anschluss wieder auf Vordermann gebracht. Nun verhandelt Sürder mit dem Kommunikations-Riesen über einen finanziellen Ausgleich. Nach eigenen Angaben hat er Einnahmeverluste von etwa 80 Prozent hinnehmen müssen.

Nachdem die Telekom den Anschluss des Taxi-Unternehmens von Analog auf Internettelefonie umstellte, lief bei Sürder fast gar nichts mehr. Wer die 2222 wählte, erhielt lediglich die Ansage "Diese Nummer ist nicht vergeben". Nachdem sich Sürder mehrfach vergeblich bei der Telekom um Hilfe bemüht hatte, wandte er sich an die Medien. Danach ging alles sehr schnell.

"Nach den Zeitungsberichten funktionierte der Anschluss auf einmal wieder", schildert Michael Zenzes, Buchhalter der Firma. Ein Mitglied des Vorstandes habe sich sogar persönlich beim Unternehmen erkundigt, ob alles wieder ordnungsgemäß liefe - und sich für den Ausfall entschuldigt. Jetzt hofft Steven Sürder darauf, dass er von der Telekom entschädigt wird. "Viele neue Krankenfahrten blieben aus, ebenso Flughafen-Transfers", schildert Buchhalter Zenses: "Das alles macht einen großen Teil unseres Verdienstes aus." In der Zentrale warte man nun gespannt darauf, ob sich das Kommunikations-Unternehmen kulant zeige.

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Taxi Sürder ist nicht der einzige Fall im Rhein-Kreis. Die Praxis des Zahnarztes Michael Arnst aus Büderich ist seit fünf Wochen nicht über den Festnetzanschluss zu erreichen, nachdem der auf Internettelefonie umgestellt wurde. Etwa 30 Mal haben er und seine Frau sich über Handy an die Hotline der Telekom gewandt. Auch Techniker, die nach Angaben von Arnst mehrfach unangemeldet vorbeikamen und Router auswechselten, stießen bisher nicht zum Kern des Problems vor.

(wilp)