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Grevenbroich: Noithausener Kirche präsentiert sich wie neu

Grevenbroich : Noithausener Kirche präsentiert sich wie neu

Die Muttergottes zieht um, das Gnadenbild erhält einen neuen Platz in der frisch renovierten Pfarrkirche - dies ist nicht die einzige Änderung.

Monsignore Guido Assmann ist begeistert. "Mit dem neuen Anstrich und der Beleuchtung ist es hier viel heller. Der Gottesraum wirkt viel mehr, die Architektur kommt viel besser zur Geltung", sagt der Pfarrverweser im Seelsorgebereich Elsbach/Erft beim Ortstermin in der Noithausener Wallfahrtskirche. Die Renovierung von St. Mariä Geburt für rund 335 000 Euro ist fast abgeschlossen. Am Sonntag, 22. Februar, zum Beginn der Fastenzeit, wird erstmals wieder in der sanierten Pfarrkirche ein Gottesdienst gefeiert. "Wir werden vom Pfarrzentrum, in dem zurzeit die Messen abgehalten werden, mit dem Kreuz und wahrscheinlich der Muttergottes-Figur zur Kirche ziehen und die Türen öffnen", kündigt Assmann an.

Das Gnadenbild der Muttergottes wird künftig einen neuen Platz in der Kirche aus dem Jahr 1930 erhalten - in der rechten statt der linken Nische neben dem Altar. Überhaupt warten auf die Kirchenbesucher nach der Sanierung viel mehr Änderungen als frische Farbe an den Wänden, neue Elektrik und Beleuchtung. Die Kirchengemeinde hat den sechsmonatigen Umbau für manche Umgestaltung genutzt. Eine wesentliche Änderung: Der Eingangsbereich soll künftig tagsüber auch außerhalb der Gottesdienstzeiten geöffnet sein und wird dafür mit gläsernen Elementen abgetrennt. "Wir möchten, dass die Menschen tagsüber immer in die Kirche kommen können, um zu beten und eine Kerze anzuzünden", betont Oberpfarrer Assmann. Neben dem Haupteingang entsteht dafür ein Gebetsraum, von dem aus die Besucher künftig das Gnadenbild neben dem Altarraum sehen können - das ist der Grund für den Platzwechsel der Skulptur.

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Auf der anderen Seite neben dem Eingang hat das Taufbecken einen neuen Standort gefunden, damit entsteht ein Raum für Tauffeiern. "Taufen werden häufig in der Nähe des Eingangs vorgenommen, denn dieses Sakrament ist ja für den Menschen der Zugang zur Kirche", erläutert Monsignore Assmann.

Auch im Altarraum wird manches anders. Der Tabernakel, Aufbewahrungsort der in der heiligen Messe gewandelten Hostien, steht nun hinter dem Altar. Komplett neu wird das Lesepult, Ambo genannt, das künftig vor dem Altar mehrere Stufen tiefer als bislang stehen wird. "Beim Lesen des Evangeliums und bei der Predigt sind wir so den Menschen näher", begründet Guido Assmann. Das Pult ist aus Travertin gefertigt, aus dem gleichen Stein wie beim Altar. Eine technische Neuerung: die neue LED-Beleuchtung an einem Schienensystem, das keinen Eingriff in die Gebäudesubstanz erforderlich machte. "Wir können nun je nach Anlass den Altar, die Fenster, die Kreuzweg-Bilder oder andere Gegenstände besonders anstrahlen und damit betonen", sagt Assmann.

Noch ist der Kirchenumbau nicht ganz abgeschlossen. In den letzten Januar-Tagen werden die Bänke im Gottesraum aufgestellt, in den nächsten Wochen wird gereinigt und eingeräumt. In dieser Zeit werden die Gottesdienste weiterhin im Pfarrsaal nebenan gehalten.

(NGZ)