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Grevenbroich: Riesen-Windräder machen nicht mehr Lärm

Grevenbroich : Riesen-Windräder machen nicht mehr Lärm

Energie-Kontor legt Schallgutachten für ihr Repowering-Programm auf der Vollrather Höhe vor.

Die großen, auf der Vollrather Höhe geplanten Windräder werden insgesamt nicht zu einer zusätzlichen Lärmbelastung für die benachbarten Dörfer führen. Das wurde jetzt im Planungsausschuss deutlich.

Das Bremer Unternehmen Energie-Kontor plant ein Repowering-Programm und will im Windpark zwölf kleinere Rotoren durch fünf große ersetzen. Die stoßen mit 150 bis 200 Meter Höhe und 2,75 bis fünf Megawatt in ganz andere Dimensionen vor als ihre Vorgänger mit höchstens einem Megawatt Leistung. Die Gesellschaft legte jetzt für den Ausschuss ein Schallgutachten vor. In dem wird für 27 Stellen die heutige Gesamt-Belastung - einschließlich der Kraftwerke und der Aluminium-Industrie - mit der künftigen verglichen. "Tagsüber wird es danach um einen Tick lauter", erklärte Fachbereichsleiterin Dorothea Rendel.

"Wir bleiben aber um acht Dezibel unter den Richtwerten", erläuterte Jürgen Hünerberg vom Gutachter T & H Ingenieure in Bremen gestern gegenüber unserer Zeitung. Nachts werden an einigen Punkten bereits heute Richtwerte überschritten, laut dem Gutachtenbüro sei dies aber Industrieanlagen in der Umgebung zuzurechnen.

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Ähnliche Gesamt-Lärmwerte hat der Gutachter auch für die Zukunft ermittelt, "doch faktisch wird es nachts mit den neuen Windkraftanlagen leiser", erklärt Hünerberg. Bei heutigen Berechnungen würden, im Gegensatz zu früher, Sicherheitszuschläge einberechnet. Möglich wird die Lärmverringerung, da die neuen Riesen-Windräder in einem "Nachtmodus" betrieben werden können, der "deutlich leiser" sei als am Tag.

Auswirkungen auf Fauna und Flora durch die Rotoren erwarten die Planer nicht. Den Politikern genügte die Verwaltungsvorlage - ohne Fragen an die Experten beschlossen sie die Bürgerbeteiligung für die Bebauungsplanänderung. "Wir wollen im Sommer den Antrag für die Baugenehmigung stellen und möchten Ende 2016 ans Netz gehen", sagt Projektkoordinatorin Claudia Mahlstedt von Energiekontor.

(cso-)