Grevenbroich: Italiener aus Gustorf erfindet Balotelli-Eis

Grevenbroich : Italiener aus Gustorf erfindet Balotelli-Eis

Die deutschen Fußball-Fans werden es ihm wohl so schnell nicht verzeihen können: Mario Balotelli semmelte Jogis Elf zwei Bälle ins Tor – und Deutschland verabschiedete sich von der Europameisterschaft. In Italien ist der muskulöse Kicker seither ein Superstar, der Mann wird verehrt. Beispielsweise mit einem Eis, das jetzt in Gustorf kreiert wurde. Der Name der Köstlichkeit: natürlich "Balotelli".

Die deutschen Fußball-Fans werden es ihm wohl so schnell nicht verzeihen können: Mario Balotelli semmelte Jogis Elf zwei Bälle ins Tor — und Deutschland verabschiedete sich von der Europameisterschaft. In Italien ist der muskulöse Kicker seither ein Superstar, der Mann wird verehrt. Beispielsweise mit einem Eis, das jetzt in Gustorf kreiert wurde. Der Name der Köstlichkeit: natürlich "Balotelli".

Erfunden hat's Mimo Berardi, der seit 18 Jahren für ausgefallene Spezialitäten im Eiscafé Sila sorgt. "Neue Kreationen zu entwickeln, macht viel Spaß — und ich habe sehr viel Phantasie", sagt der Mann aus Longobucco, dem sonnigen 3600-Einwohner-Örtchen in Kalabrien. Für seine neueste Süßigkeit hat er sich das "Markenzeichen" des Nationalspielers vorgenommen. Rechts und links Zartbitterschokolade und in der Mitte ein dicker Strich aus Vanille. Klarer Fall: Das erinnert an den Charakterkopf des Fußballers mit der ausgefallenen Frisur.

Vor allem beim italienischen Publikum kommt dieser kühle Milchgenuss hervorragend an, erzählt Berardi. Aber auch deutsche Eisfans greifen gerne mal zum "Balotelli"-Eis, um es — mit ein wenig hämischer Freude — einfach wegzuschlecken.

Der italienische Nationalkicker ist nicht der einzige Prominente, der sich in den Eisbechern bei Sila wiederfindet. Barack Obama ist ein weiterer bekannter Zeitgenosse, dem Mimo Berardi eine eigene Spezialität gewidmet hat. Der US-Präsident findet sich aus einem Mix aus Malaga- und Walnusseis wieder — inklusive Nusskern, denn der steht für eine Besonderheit: "Für das Gehirn des Präsidenten, der ein schlauer Kopf ist", meint Berardi. Weniger gut weg kommt Silvio Berlusconi, dem Berardi ein Eis auf den Leib geschnitten hat. Der Name "Bunga-Bunga" klingt zwar typisch italienisch, sollte aber in genauer Übersetzung eigentlich unter der Ladentheke verkauft werden.

Stolz ist Mimo Berardi auf sein "Pikachu"-Eis, das er im Rahmen der Pokémon-Welle erfand und auch heute noch verkauft. "Ich war der erste, der's gemacht hat", sagt der Italiener: "Die Eis-Industrie hat erst viel später reagiert."

(NGZ/url/top)