Grevenbroich: Firma Bönders nimmt neue Märkte ins Visier

Neue Geschäftsidee in Grevenbroich : Bönders nimmt neue Märkte ins Visier

Das Unternehmen schafft innerhalb eines Jahres 90 Arbeitsplätze im Industriegebiet – und es sollen noch mehr werden.

Eine neue Geschäftsidee, die von der Bönders GmbH im Industriegebiet Ost umgesetzt wurde, funktioniert offensichtlich gut. Knapp ein Jahr nach dem Einzug in die ehemalige Schlecker-Halle zieht Unternehmens-Chef Lothar Krenge zufrieden eine erste Bilanz. 90 Jobs wurden in den vergangenen Monaten geschaffen, die Kundschaft kommt mittlerweile aus ganz Deutschland und sechs weiteren europäischen Ländern. Zum Jahreswechsel hat Krenge darüber hinaus die amerikanischen und asiatischen Märkte im Blick. Heißt: Der Laden läuft – und es wird weiter eingestellt.

Geschäftsführer Lothar Krenge ist zufrieden mit dem Start der Bönders GmbH am neuen Standort an der Lise-Meitner-Straße. Foto: Woitschuetzke,Andreas (woi)

Die 12.000 Quadratmeter große Halle an der Lise-Meitner-Straße wurde zu einem Hochregal-Lager umgebaut. 500.000 Euro hatte die Bönders GmbH ursprünglich für dieses Projekt eingeplant – „letztendlich sind es 1,5 Millionen geworden“, sagt Lothar Krenge. Spezial-Regale sowie Transport- und Fördermittel seien halt teuer.

Doch die Investition habe sich gelohnt, denn das Bönders-Modell sei gut angelaufen. Zurzeit steuern täglich bis zu 16 Lastwagen das Firmengelände an, voll beladen mit gebrauchten Autoteilen – von Türen und Kofferraumdeckeln über Lichtmaschinen bis hin zu kompletten Motoren. Diese Teile werden in der Halle sortiert, fachmännisch begutachtet und – wenn möglich – fit für einen erneuten Einsatz in der automobilen Welt gemacht. Was nicht mehr verwertet werden kann, wird verschrottet. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unter anderem Zentrallager, die Autowerkstätten mit Ersatzteilen beliefern.

  • Grevenbroich : Neue Geschäftsidee schafft 50 Arbeitsplätze

„Die Entscheidung für den Standort Grevenbroich war richtig“, sagt Lothar Krenge. Das sagt er nicht nur, weil die Lage nahe der Autobahn günstig ist und die Westhäfen in nicht allzu weiter Entfernung liegen. Der Firmen-Chef meint damit auch die gute Unterstützung, die der Bönders GmbH vor Ort zuteil wurde – insbesondere durch die Arbeitsagentur Mönchengladbach, die beim Einstieg in den heimischen Markt ein sehr guter Partner gewesen sei. „Mit deren Hilfe haben wir ein tolles Team zusammenbekommen“, lobt Krenge. Und nicht nur das: „Wir haben schon einen guten Ruf in Grevenbroich.“ Und auch das Unternehmen zeigt sich verbunden mit dem Standort: Es sponsert die Trikots für die Basketballer des „Elephants“-Teams.

Bönders sei nach Grevenbroich gekommen, um zu bleiben, sagt Lothar Krenge. „Wir sind keine temporäre Erscheinung. Aus diesem Grund suchen wir weiter engagierte Leute, die an einem zukunftsorientierten Arbeitsplatz interessiert sind – etwa Kommissionierer, Kfz-Sachverständige oder Lagerarbeiter.“ Mit Blick auf die neuen Märkte, die in absehbarer Zeit erschlossen werden sollen, denkt der Firmenchef auch über eine weitere Schicht nach. „Zurzeit fahren wir mit zwei Schichten. Hätten wir die Mitarbeiter für eine dritte, könnten wir unsere Frequenz noch um 30 Prozent steigern“, berichtet Lothar Krenge.

Das Geschäft sei gut angelaufen, in etwa einem Jahr sei das Unternehmen so weit, dass alles rund läuft, schätzt der Firmenchef. Der Standort an der Lise-Meitner-Straße bietet seiner Meinung nach reichlich Zukunftspotenzial. „Das Gelände ist 35.000 Quadratmeter groß – da ist noch jede Menge Luft nach oben.“

Mehr von RP ONLINE