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Grevenbroich: Café Kultus erweitert digitales Angebot

Kultus Grevenbroich erweitert Digital-Angebot : Jugendcafé-Atmosphäre für Zuhause

Das Kultus bietet jetzt Aktionen für junge Leute über seinen Discord Server an. Von Dienstag bis Samstag wird gespielt, gemalt, getextet und Gitarre gelernt.

Das Jugendcafé Kultus erweitert sein digitales Angebot. Schon vor einiger Zeit haben Leiter Stefan Wehlings und sein Mitarbeiter Johannes Baum einen eigenen Discord Server erstellt, der jetzt mit Leben gefüllt wird. In dieser Woche geht es via Internet los mit bunten und kreativen Angeboten – alles virtuell. Denn Treffen oder gar Live-Konzerte im „Kultus“ werden weiterhin nicht möglich sein.

„Discord ist ein geschützter digitaler Raum für junge Leute, der nur über einen Link betreten werden kann“, sagt Wehlings. „Dort gelten besondere Spielregeln der Kommunikation, die wir vorgegeben haben.“ Es gehe vor allem darum, gemeinsam in Kontakt zu treten, um ein Spiel zu spielen, Zeichnen zu lernen, Musik zu machen oder zusammen Spaß zu haben.

Zum Auftakt wird am Dienstag ab 19 Uhr „Among us“ gespielt, ein Multiplayer-Videospiel, das von Kritikern als das wohl „beste Game für den Lockdown“ bezeichnet wird. Am Mittwoch (17 bis 18 Uhr) gibt Wehlings einen Gitarrenkursus, anschließend (18 bis 19 Uhr) werden Anfänger von Johannes Baum in das Zeichnen eingeführt. Am Donnerstag ist wieder Spieleabend: Ab 19 Uhr steht „Garticphone“ auf dem Programm – eine Mischung aus Montagsmaler und Stille Post.

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Am Freitag findet ein ganztägiges digitales Songwriter-Camp statt, in dem Texte für eigene Lieder entwickelt werden sollen. Auch der Samstag ist ganztägig verplant: Im Rahmen der Aktion „Kunstgalerie“ können junge Leute ihre Zeichnungen oder Gemälde präsentieren. Weitere Informationen gibt es über den Facebook-Auftritt des Jugendcafés, dort können auch Anmeldungen erfolgen.

Die Aktionen sollen fortgesetzt werden, bis wieder Präsenz-Veranstaltungen möglich sind. „Ich hoffe, dass wir Ende nächsten Monats damit beginnen können“, sagt Stefan Wehlings. Für den 29. und 30. Mai hat er bereits Lukas Gaedtke von der Band „Betrayers of Babylon“ eingeladen, der einen Songschreiber-Workshop abhalten soll.

Parallel zu den Discord-Server-Angeboten bietet Stefan Wehlings den „Kultus-Kultur-Podcast“ an, der auf Soundcloud zu finden ist. Bisher hat er dort vor allem lokale Musiker porträtiert. In seiner neuesten, im Heimstudio produzierten Folge widmet sich der Leiter des Jugendcafés einem Künstler aus London, der dennoch ein wenig Grevenbroich-Bezug hat.

Gemeint ist Fredrix Vermin, der 2015 bei dem heimischen Künstler Gereon Riedel gelebt und gearbeitet hat und dabei auch Freundschaften zu Grevenbroicher Familien knüpfte. „In dieser Zeit hat er seine ,Fine Drawings’ im Café Kultus ausgestellt, einige von ihnen verschönern heute noch unsere Räume“, sagt Wehlings. In dem Podcast-Gespräch wird unter anderem über Vermins erste interdisziplinäre Ausstellung in London gehen.