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Grevenbroich: Gindorf feiert sein Königspaar

Grevenbroich : Gindorf feiert sein Königspaar

Ein festlich geschmückter Ort, Sonnenschein, das gut gelaunte Königspaar Dietmar und Manuela Brandt im Mittelpunkt und eine musikalische Überraschung: So feiern die Sebastianer ihr Broerfest.

Nach dem gelungenen Auftakt mit Einschießen und Gottesdienst folgte ein kurzer Festzug: Anschließend wurde bis in den frühen Morgen zur Musik von "Klangwerk" getanzt. Nach der Gefallenenehrung am Sonntagmorgen trafen sich die Bruderschaftsmitglieder zum Festkonzert, dabei standen die Jubilare im Mittelpunkt. Doch in diesem Jahr gab es eine große Überraschung: "Hier erleben wir etwas, das es in dieser Konstellation in unserem Ort noch nicht gegeben hat", sagte Brudermeister Robert Hoppe.

Regimentsoberst Siegfried Schmautz habe in den vergangenen Jahren voller Engagement viele Dinge in Gindorf initiiert. Durch die intensive Beschäftigung mit seiner Ces-Flöte kam er auf die Idee, etwas eigenes auszuprobieren: Mit Hilfe von Thomas Schiffer vom Tambourkorps, Andreas Sterken, erfahrener Spielmann der "Erftklänge", und Jörg Becker komponierte er den neuen Marsch mit dem Titel "Erftklänge". Gestern wurde dieser zum ersten Mal vom Tambourkorps "Erftklänge" Gustorf-Gindorf unter der Leitung von Franz-Josef Müller und vom Musikverein des TV Orken unter Leitung von Dr. Stefan Mertens präsentiert.

Nach dieser Uraufführung, die mit einer Urkunde anerkannt wurde, wurden die langjährigen Mitglieder geehrt: Seit 75 Jahren ist Hubert Hamacher der Schützenbruderschaft treu, seit 60 Jahren ist es Franz Nobis. Für ein halbes Jahrhundert Treue wurden Peter Esser, Jakob Monissen, Peter Krotz, Peter Stöcker und Betty Hausmann sowie Karin Güldenring in Vertretung ihrer verstorbenen Männer geehrt. Seit 40 Jahren ist Hermann Steinhäuser dabei; Franz-Josef Bremer und Josef Schröck feierten ihr silbernes Jubiläum. Zwei Mitglieder erhielten eine Auszeichnung vom Bund: Sven Engels das Silberne Verdienstkreuz, Franz-Josef Müller den Hohen Bruderschaftsorden. Am Nachmittag versammelten sich 300 Schützen, drei Tambourkorps und drei Kapellen zum Festzug.

Heute geht es um die Königsnachfolge: Einen Anwärter gab es am Sonntag noch nicht. Am Dienstag Nachmittag findet ein großer Umzug statt, bevor am Abend der Krönungsball gefeiert wird.

(vest)