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Betrug in Grevenbroich: Seniorin am Telefon ausgetrickst

Schockanruf in Grevenbroich : Grevenbroicherin fällt auf Trickbetrüger herein

Am Freitagnachmittag, 13. Mai, erhielt die Polizei Kenntnis von Trickbetrügern, die sich gegenüber einer Seniorin am Telefon als deren Sohn und als vermeintliche Polizistin ausgegeben hatten. Sie schilderten, dass der Sohn der Grevenbroicherin einen Unfall verursacht habe und nun bei der Polizei in Essen festgehalten würde.

Die Polizei benötige unverzüglich 4.500 Euro als Kaution, damit ihr Sohn aus dem Gewahrsam entlassen würde. Die Summe könne sie auch mit Schmuck begleichen.

Die lebensältere Dame suchte schnellstmöglich einige Schmuckstücke und Münzen zusammen und übergab diese wenig später an eine angebliche Polizistin, die an ihrer Anschrift nahe des Grevenbroicher Friedhofs erschien.

Bei der Abholerin handelte es sich ganz offenbar um eine Betrügerin. Die braunhaarige Frau mit dunklem Teint war circa 160 bis 165 Zentimeter groß und 30 bis 35 Jahre alt. Sie trug eine dunkelblaue Jacke sowie dunkelblaue Jeans. Nach der Übergabe besagter Wertgegenstände ging die Tatverdächtige in Richtung Amtsgericht weg.

Nun ermittelt das Kriminalkommissariat 12 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss und bittet mögliche Zeugen, denen Verdächtige Personen oder Fahrzeuge in räumlicher und zeitlicher Nähe beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 02131 300-0 zu melden.

Die Polizei warnt: Immer wieder werden Betrugsversuche mittels Schockanruf bekannt, bei denen ein schwerer Unfall, eine Erkrankung oder ähnliches vorgetäuscht werden. Kriminelle sind kreativ, wenn es darum geht, an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Sie nutzen die Angst der Menschen um ihre Angehörigen aus - wie in diesem Fall. Die Tricks und Maschen der Betrüger zu kennen, ist der beste Schutz. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet.