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Goch: Das Museum wird britisch

Ausstellung : Museum Goch wird britisch

Die Ausstellung „Facing Britain“ widmet sich Dokumentarfotografie von der Insel. Sie wird am 27. September eröffnet, zu sehen sind die Arbeiten bis zum 8. November.

(lukra) Die neue Ausstellung im Museum Goch wirft bereits ihre Schatten voraus. „Facing Britain“ vereint nach Angaben des Hauses erstmals außerhalb Großbritanniens nahezu alle wichtigen Vertreter der Britischen Dokumentarfotografie in einer großen Übersichts-Ausstellung.

Lange vergessene und erst in den letzten Jahren wiederentdeckte Positionen wie John Myers, Tish Murtha oder Peter Mitchell werden neben Arbeiten von bekannten Fotografen wie Martin Parr gezeigt. Die Schau  bietet so einen Einblick in die mit Kontinentaleuropa und Nordamerika verflochtenen, aber auch unabhängigen Entwicklungen auf dem Feld der Fotografie in England, Schottland, Irland und Wales.

„Das Dokumentarische erweist sich als eine der großen Stärken der britischen Fotografie, die einen Teil Europas im Wandel facettenreich, überraschend und künstlerisch originell abzubilden vermag“, wie es vom Museum heißt. Als zeitliche Klammer für Facing Britain wurde daher bewusst die Zeitspanne der Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Union und ihres Vorläufers 1963-2020 gewählt. „Insbesondere unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Corona-Pandemie, erweist sich die Ausstellung als Zäsur in der künstlerischen Entwicklung einer ganzen Nation.“

Beschrieben werden die verschiedenen Epochen vom Niedergang der Kohleindustrie über die Thatcher-Ära mit dem Falkland-Konflikt bis hin zum Brexit, der die Insel in zwei Lager spaltet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den von David Hurn, Tish Murtha, Daniel Meadows und Martin Parr geprägten 1970er und 1980er Jahren, als die künstlerische Dokumentarfotografie weltweit an Bedeutung gewinnt.

Die Ausstellung im Museum Goch wurde von Ralph Goertz entwickelt, der bereits Ausstellungen wie die „Martin Parr Retrospective“, „Joel Meyerowitz Retrospective“, „Peter Lindbergh / Garry Winogrand: Women“ im NRW-Forum Düsseldorf, „Axel Hütte. Night and Day“ im Museum Kunstpalast oder aktuell „Subjekt und Objekt. Foto Rhein Ruhr“ in der Kunsthalle Düsseldorf kuratierte.

Eröffnet wird die Ausstellung am 27. September, zu sehen sind die Arbeiten bis zum 8. November. Ein Ausführlicher Bericht folgt.