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„Straelen Live“: Musikvirus grassierte in Straelen

„Straelen Live“ : Musikvirus grassierte in Straelen

Die 14. Ausgabe von „Straelen live“ hat mit musikalischer Vielfalt und guter Stimmung beim Publikum gepunktet.

Die Blumenstadt hat sich am Samstag in eine musikalische Hochburg verwandelt. Die Musik bestimmte den Markt und die Nebenstraßen. Kneipen-Hopping inklusive Einkehrschwung gehörte zur Abendbeschäftigung der Besucher von „Straelen live“. Für die 14. Ausgabe der Veranstaltung hat der Veranstalter, der Straelener Verkehrsverein, Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der Bands bewiesen.

Und auch das Wetter spielte mit. Nicht zu warm, nicht zu kalt und vor allem kein Regen – so lautete die Zauberformel, die Straelen am Abend so attraktiv für Besucher machte. Aus einer der Kneipen waberte passend der Hit „Summer of 69“ von Bryan Adams über den Markt. 9/18, so die bestimmende Zahlenkombination, denn in neun Lokalen spielte die Musik und 18 Bands verwandelten das Innere zur Bühne. Superhits wie „Forever young“ waren zugleich ein Versprechen. Die Gäste tanzten mit, sorgten für Stimmung.

Die Band „Next Live“ hat bei „Straelen Live“ in der „Pfanne“ für Stimmung gesorgt. Foto: Arnulf Stoffel/Arnulf Stoffel (ast)

So auch Susanne Tieback und Sigrid Verhuven, sie sich nach Art von Helene Fischer „Atemlos“ durch Straelen treiben ließen. Vor der „Pfanne“ sammelte sich eine Menschentraube, die vor dem Lokal anfängt zu tanzen und mitzusingen. „Eine super Stimmung“, sagte sich Susanne Tieback, die zum ersten Mal die musikalische Sause mitmacht. Im Inneren der „Pfanne“ heizte die Coverband „Two Harmonies“ ihrem Publikum ein. „Wir spielen Hits, Beat, Pop, Rock, Countrysongs, einfach querbeet“, sagte Sängerin Andrea Esser nach ihrem Auftritt. Zusammen mit Dietmar Kierchhoff sorgte sie für Gute-Laune-Songs. „Wir haben ein super Publikum. Und wenn wir sehen, wie toll die Leute mitgehen, kommt von uns sofort noch ein Superhit hinterher“, sagte die Sängerin.

Im Lokal „Zum Goldenen Herzen“ ein paar Meter weiter sorgte der Ohrwurm „Flying like an Eagle“ für Begeisterung. Die Coverband „Anymore“ drehte auf und knüpfte an vergangene Zeiten der Besucher an. Beim Publikum stimmte der Mix und es lässt sich zu Recht als „generationenübergreifend“ bezeichnen. Darunter war auch Günter, der mit Freunden in Straelen unterwegs war. „Zwei Stationen haben wir schon geschafft“, erklärte er. Sieben standen noch auf dem Programm. „Uns gefällt die musikalische Vielfalt und man trifft Leute“, meint er.

Vor dem „Franzuesenhoek“ am Markt standen Simon (30) aus Geldern und Michael (32) aus Kevelaer. Die Band „Emil Backes“. Drinnen spielt die Band „Emil Backes“. „Die Band habe ich gerade auf Malle erlebt“, meint Nachtschwärmer Simon. Dass es in ihren Heimatorten Geldern und Kevelaer kein vergleichbares Event in der Kneipenlandschaft gibt, nehmen sie hin. „Wir haben in Kevelaer zwar Kneipen“, meint Michael. „Aber da müssen wir uns eben auf den Weg nach Straelen machen.“ Erstmals sind sie bei „Straelen live“ dabei, finden das Konzept gut. Vor allem, dass regionale Bands an den Start gehen, gefällt ihnen.

Auch erstmals dabei sind Linda (19) und Clarissa (19). „Wir wollten feiern und eigentlich nach Köln fahren“, erzählen sie. Der elterliche Rat, es doch mal mit „Straelen live“ zu versuchen, erweist sich als gut. „Solche Veranstaltungen schweißen uns in Straelen auch zusammen“, sagen sie. Straelen wirkt nach außen, lockt Besucher an. Die verschiedenen Musikrichtungen bis hin zu Swing und Jazz, die aus den offenen Fenstern dringen, gefallen ihnen. „Ein bisschen mehr Rock ’n’ Roll könnte es schon sein“, finden sie.