Hartefelder Schule wird 50: Hartefelds Schule mit viel Charme

Hartefelder Schule wird 50: Hartefelds Schule mit viel Charme

Die St.-Antonius-Grundschule feierte das 50-jährige Bestehen. Viele Ehemalige waren dabei.

Am Freitag feierte die St.-Antonius-Grundschule ihr großes Jubiläum. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens gab es unter anderem eine Fotoshow in der Aula, einen selbst gemachten Kettcart-Parcours, zahlreiche Spiel und Gestaltungsmöglichkeiten, sowie eine Ausstellung, die sich mit der Geschichte der Grundschule befasste. Was es nicht gab, waren lange Reden, denn „bei uns geht es heute um die Kinder und Kinder wollen nicht stundenlang Erwachsenen dabei zuhören, wie sie reden“, meinte Maria Verhülsdonk, die seit 2008 Schulleiterin ist.

Nach Sing- und Tanzaufführungen der Schüler, fand Gelderns stellvertretender Bürgermeister Rolf Pennings pointiert-prägnante Worte, um das Jubiläum zu feiern: „Das hier ist eine Schule der Marke ‚klein, aber fein‘. Früher wurden so Schulen geschlossen. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Glücklicherweise hat man es hier geschafft, mit viel Charme bestehen zu bleiben und heute ist die Politik froh, die St. Antonius Grundschule in Geldern zu haben, die mit ihrer Qualität überzeugt.“

Hartefelds Lehreinrichtung hat einige Besonderheiten: Fast alle Klassen sind jahresübergreifend. So arbeiten die erste und die zweite, sowie die dritte und die vierte Jahrgangsstufe zusammen. „Wenn man Drittklässler ist, hört man dann von den Viertklässern, wie man etwas richtig macht.“; wusste Schülerin Annika (10) und Finn (9) aus der Parallelklasse erzählte: „Die älteren Schüler helfen dann, wenn man etwas nicht versteht.“

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Es gibt noch eine weitere Sache, die eine schöne Abkehr von der Norm ist und schon seit einiger Zeit durchgeführt wird: „Die Straßenschuhe, mit denen wir kommen, haben wir hier immer gegen Hausschuhe ausgetauscht“, erinnerte sich Christoph Plaumann (17), der seine alte Schule am Jubiläumstag besuchte und nostalgisch wurde: „Hier in der Grundschule, das war ein richtig angenehmes, familiäres Umfeld.“

Doch nicht nur ehemalige Schüler waren vor Ort, sondern auch frühere Lehrer. Zum Beispiel Christel Clancett, die die Anfänge der St.-Antonius-Grundschule mitmachte und bis 1996 blieb. „Ich kam damals aus Rheinberg und wusste gar nicht wo Hartefeld war“, sagte sie mit einem Lächeln. Ebenfalls seit dem Beginn der Grundschule dabei war Ernst Fonteyne, der die Schule sogar mit gebaut hatte und dann als ihr Hausmeister bis 1992 blieb: „Ich habe mich immer wohlgefühlt. Die Kinder waren alle lieb und auch die Lehrpersonen waren in Ordnung.“ Brigitte Fahrenholz, die von 1978 bis 2015 hier Lehrerin war, lobte: „Diese Form der Schule, diese kleine Schule, das fand ich richtig schön, dieses intensive Schulleben. Hier packen alle mit an. Ende der 1990er Jahre hatten wir uns überlegt, auf den jahrgangsübergreifenden Unterricht umzustellen – und das war die Rettung der St. Antonius Grundschule.“

Beim Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen zeigte sich auch das große Engagement der aktuellen Garde: Alle Lehrer halfen bei den verschiedenen Projekten und Präsentationen, die Eltern und der Förderverein verkauften selbstgemachten Kuchen und brutzelten Würstchen. Die Einnahmen kommen natürlich der Schule zu Gute. Als Nächstes muss aufwändig der verwilderte Hinterhof in Ordnung gebracht werden, für den gerade auch Sponsoren gesucht werden. „Hier gibt es eben immer etwas zum Anpacken, so wird es nie langweilig“, meinte Schulleiterin Maria Verhülsdonk.