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Gesamtschule Geldern hat eine „I-Pad-Klasse“

Digitaler Unterricht : Gesamtschule hat eine „I-Pad-Klasse“

Das pädagogische Konzept der Gelderner Schule wird in digitaler Form umgesetzt. „Besonders das Planen und das Aufnehmen von Erkläraudios und -videos macht den Kindern einen Riesenspaß.

IPads im Unterricht bilden seit Gründung der Gesamtschule Geldern einen immer wiederkehrenden Bestandteil des Unterrichts. Auch das Lernen mit Hilfe von so genannten „Bausteinen“ gehört seit Schulgründung zum Konzept in allen Klassen dazu. Mit der Einführung einer so genannten „I-Pad-Klasse“ als Profilklasse im gerade gestarteten neuen 5. Schuljahr können die Vorzüge beider Lehrmethode vereint werden, wie Schulleiterin Tanja Rathmer-Naundorf erläutert: „Mit Hilfe der I-Pads können die Kinder selbständig auf ihren jeweiligen Wissensstand angepasst arbeiten. Dies stärkt die Selbständigkeit, die Fähigkeit zum Erkennen eigener Schwächen und Stärken und somit auch die Lernmotivation. Genau diese Schwerpunkte setzen wir ja auch mit unseren sogenannten „Bausteinen“, die nun teilweise digital bearbeitet werden können.“ Auch auf Schulbücher kann nun weitestgehend verzichtet werden.

 Stefan Kierek, einer der beiden Klassenlehrer der I-Pad-Klasse, erläutert, wie dies genau funktioniert: „Insbesondere mit Unterstützung der App „LearningView“ werden die Selbstlernkompetenzen der Schüler erweitert. Auf jedes einzelne Kind bezogen, kann die Lehrkraft hier von dem eigenen Endgerät aus auf einen Blick erkennen, wie weit die einzelnen Schüler sind, wer gerade Hilfe braucht und in welcher Form diese angeboten werden kann.“ Digitale Hilfestellungen werden in der App beispielsweise durch Erklärvideos, Animationen und durch direktes Lehrer-Feedback erbracht. „Die Lehrkraft kann somit ganz unmittelbar und auf das jeweilige Kind bezogen den Arbeitsprozess begleiten und unterstützen“, ergänzt Tanja Möhlen, die mit Stefan Kierek zusammen die I-Pad-Klasse leitet.

Dies erfolgt auch mit Hilfe eines sogenannten „Lernjournals“, in dem Texte, Dateien oder Fotos von den Schülern hochgeladen, von Lehrern bewertet und zur Überarbeitung zurückgegeben werden können.

Damit lernen die Schüler gleichzeitig den sicheren Umgang mit mehreren Apps auf den IPads. „Besonders das Planen und das Aufnehmen von kleinen Erkläraudios und -videos macht den Kindern einen Riesenspaß, und durch die intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema ist hier immer ein unmittelbarer Lernfortschritt erkennbar“, berichtet Stefan Kierek aus seinem Unterrichtsalltag.

 Aber auch für die Eltern bieten die Apps auf dem IPad weitere wesentliche Vorteile. „Da viele Apps webbasiert abrufbar sind, kann auch von zu Hause aus rund um die Uhr auf den virtuellen Klassenraum zugegriffen werden. Eltern können so einen Einblick in die Arbeit ihrer Kinder in der Schule gewinnen“, weiß Ko-Klassenlehrerin Tanja Möhlen zu berichten.

Und auf einen weiteren Vorteil verweist Schulleiterin Tanja Rathmer-Naundorf: „Mit diesem Konzept ist die Gesamtschule der Stadt Geldern nicht zuletzt auch auf eine mögliche Erweiterung der Phasen des Distanzlernens optimal vorbereitet.“