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SV Straelen will wieder 1200 Fans ins Stadion lassen

Fußball : SV Straelen will wieder 1200 Fans ins Stadion lassen

Der Regionalligist will die Kapazität beim nächsten Heimspiel gegen RW Oberhausen erhöhen. Auch der Oberligist 1. FC Kleve freut sich, dass wieder mehr Zuschauer kommen können, sieht aber aktuell keinen Handlungsbedarf.

Der Fußball kann in schwierigen Corona-Zeiten den nächsten Schritt zurück in die Normalität wagen. Ab sofort ist es nicht nur bei den Profis, sondern auch bei den Amateuren möglich, dass mehr als 300 Zuschauer in die Stadien oder auf die Sportplätze dürfen, wenn ein entsprechendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorliegt. In Nordrhein-Westfalen gilt bei mehr als 1000 Zuschauern eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätten.

Wolfgang Jades, Vorsitzender des Fußballausschusses im Fußball-Verband Niederrhein und Staffelleiter der Regionalliga, freut sich über die Entscheidung des Landes. „Ich bin glücklich, dass wieder mehr Fans zu den Spielen dürfen. Denn dies ist gerade für die Vereine überlebenswichtig, die auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind“, sagt Jades. Zudem müssten die meisten Klubs jetzt nicht mehr die Sorge haben, dass sie eventuell Besucher abweisen müssen, die ein Spiel sehen wollten. Dies war zum Beispiel beim Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve der Fall. Er hätte für die Halbfinal-Partie im Niederrheinpokal gegen den 1. FC Bocholt problemlos weit mehr als 1000 Tickets an den Fan bringen können.

Christoph Thyssen, Vorsitzender des 1. FC Kleve, findet es „prinzipiell gut, dass jetzt wieder mehr Zuschauer zu den Spielen kommen können“. Der Klub könnte gut 1700 Zuschauer ins Stadion am Bresserberg lassen. Der Verein wolle nun aber trotzdem nichts überstürzen. „Wir werden uns natürlich mit dem Thema jetzt befassen. Doch ich sehe keinen akuten Handlungsbedarf. Denn am Sonntag hatten wir beim Heimspiel gegen TuRU Düsseldorf nur 220 Zuschauern. Und ich glaube nicht, dass es am kommenden Mittwoch gegen den FC Kray wesentlich mehr Besucher sein werden“, sagt Thyssen.

Ganz anders sieht das schon beim Regionalligisten SV Straelen aus, der bereits am kommenden Mittwoch, 23. September, einen echten Publikumsmagneten erwartet. Dann gibt ab 19.30 Uhr die Mannschaft des ehemaligen Bundesligisten Rot-Weiß Oberhausen ihre Visitenkarte im Stadion an der Römerstraße ab. Präsident Hermann Tecklenburg hat die Nachricht aus Düsseldorf sehr erfreut zur Kenntnis genommen. „Das eröffnet uns natürlich ganz andere Möglichkeiten. Dieses Spiel dürfte auf riesiges Interesse stoßen. Wir werden gegen RWO bis zu 1200 Besucher ins Stadion lassen“, sagt er.

In den nächsten Tagen wird sich Tecklenburg mit Jugendobmann Uwe Bons zusammensetzen, der für den Nachwuchs des SV Straelen bereits ein entsprechendes Hygiene-Konzept erstellt hat. „Selbstverständlich werden wir alle Maßnahmen treffen, die erforderlich sind, um die Gesundheit der Zuschauer zu schützen“, so Tecklenburg. Im Spiel gegen Preußen Münster beschränkte sich der Verein am Mittwochabend noch auf 300 Besucher. „Da die Entscheidung kurzfristig getroffen worden ist, konnten wir leider nicht reagieren“, sagt der Präsident.

Landesligist SGE Bedburg-Hau will es zunächst einmal dabei belassen, dass bis zu 300 Zuschauer zu den Heimpartien dürfen. „Wir wollen erst einmal sehen, wie wir damit klarkommen. Wir werden aber auch mit den zuständigen Ämtern darüber sprechen, was wir unternehmen müssen, damit wir einmal mehr Besucher einlassen könnten“, sagt Vorsitzender Björn Mende. Einen entsprechenden Andrang habe es bislang allenfalls bei Partien gegen die SV Hönnepel-Niedermörmter oder den SV Sonsbeck gegeben.