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Erkelenz: Nikolaus in der Alpaka-Scheune

Erkelenz : Nikolaus in der Alpaka-Scheune

Ein kleiner, aber feiner Nikolausmarkt offenbart sich hinter der großen Scheunentür in Katzem. Tanja und Stephan Klein sowie ihre Alpakas sorgen für ein tolles Ambiente mit Mensch und Tier.

100 Gramm und 130 Meter. Braun oder grau oder weiß. Für jedes Wollknäuel kann Tanja Klein die Herkunft nachweisen. Enrico, Luna, Nightfire und die weiteren Tiere haben das Naturprodukt hergegeben, aus dem sich wollig-warme und vor allem flauschige Dinge herstellen lassen. Enrico, Luna und Nightfire — das sind die Alpakas, die bei Tanja und Stephan Klein leben. Mit den Nysterbach-Alpakas haben sie eine kleine Farm etabliert, auf der nun auch das Nikolausfest mit einem kleinen, aber sehr feinen Markt gefeiert wurde.

Tanja Klein hat die Scheune an der Kückhovener Straße in Katzem liebevoll dekoriert. Adventliches und weihnachtliches Flair hat Einzug gehalten. Hergerichtet sind auch verschiedene Stände, an denen tolle Dinge wie Holzkunst, Schmuck, Näh- und Stickarbeiten und viel mehr angeboten werden. Hier treffen sich nicht nur die Katzemer. Viele Besucher geben sich in der beschaulichen Scheune die Klinke in die Hand und nutzen die Gelegenheit zum gemütlichen Verweilen bei Kaffee, Glühwein und Gebäck.

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Die Alpakas sind auch nicht weit weg. Nebenan sind sie in ihrer Box und freuen sich über die Besucher. Es war im Jahr 2005, als die Kleins beim Besuch eines Bauernmarktes in zwei große und treue Augen blickten. Tanja und Stephan Klein verliebten sich auf Anhieb. "Das war Liebe auf den ersten Blick", erinnert sich Tanja Klein. Im Frühjahr 2006 waren beide vom Alpakafieber gepackt. Zwei Stuten zogen in den Stall ein — es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Mittlerweile zählt die kleine Herde elf Tiere.

Die Besucher haben viele Fragen zu den Tieren. Geduldig beantwortet die Kleins die Fragen. Etwa, dass die Alpakas mit den Kamelen verwandt sind und zur Gattung der Wiederkäuer gehören. "Man nennt sie Neuweltkameliden", erklärt Tanja Klein. Die Tiere stammen aus den Andenregionen Südamerikas, wo sie schon vor 7000 Jahren aus ihren wilden Verwandten, den Vikunjas, gezüchtet wurden. "Somit sind sie die ältesten Haus- und Nutztiere der Welt", sagt Tanja Klein. Die Alpakafaser gehört zu den Edelhaaren. Wie wunderbar fein und weich schließlich die Alpakaprodukte wie Pullover und Schals sind, bewiesen die Kleins bei ihrem Nikolausmarkt. Dass das Naturprodukt ohne chemische Behandlung verarbeitet wird, versteht sich für die Kleins von selbst.

Der Markt selbst bot allerlei Feines, vor allem gab es viele Geschenkideen für das bevorstehende Weihnachtsfest. Während die Kinder das hölzerne Schaukelpferd ausprobierten, stöberten die Großen an den Ständen, die unter anderem handgefertigten Schmuck von Nathalie Nieveler-Zeumann und hübsche Näharbeiten — unter anderem Kissen und Kindergartentaschen — von Carola Franken zeigten. Auch leckere Likörchen und Marmeladen waren im Angebot. Im Grunde ist dieser kleine Nikolausmarkt ein Geheimtipp für alle, die das besondere Flair in der Adventszeit schätzen.

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