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Duisburg: Opium-Elefanten marschieren im Museum auf

Duisburg : Opium-Elefanten marschieren im Museum auf

Herausragende Einzelstücke der Münz- und Antikensammlung Köhler-Osbahr, wie die "Opiumgewichte" sind in der "Aktuellen Vitrine" im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zu sehen.

Woher die hübschen Tiergewichte aus Burma, Laos und Thailand ihren anrüchigen, aber irreführenden Namen haben, ist nicht bekannt. Sie wurden aus Bronze gegossen, besaßen ein Eichsiegel und waren alltäglich im Einsatz, um auf den Balance-Waagen Lebensmittel, Metalle und andere Materialien zu wiegen. Darunter werden sicherlich auch Opiate gewesen sein. Dass die Menschen dieser Region den Gewichten die Form von Tieren gaben, ist naheliegend. Sie lebten in Einheit mit der Natur, waren streng gläubig und dabei durch ihre Religionen des Hinduismus und Buddhismus geprägt. Der Hindu-Gott Vishnu erlebte seine zahlreichen Wiedergeburten in verschiedenen Tierkörpern, und Buddha lehrte seine Jünger die Achtung vor allen Lebewesen.

Die Skala der Gewichte beginnt mit imaginären Einheiten, die nur von Dämonen, Göttern und Erdgeistern wahrgenommen werden konnten. Das imaginäre kleinste Gewicht kann etwa als Atom einer flüchtigen Substanz bezeichnet werden. Und erst dessen 36-fache Menge entspricht dem Gewicht eines "Sonnenstäubchens". Es folgen die Gewichte des Staubkorns, eines Senfkorns, Samenkorns, Reiskorns und so fort, bis das kleinste reale Tiergewicht von rund zwei Gramm erreicht wird.

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Die Sammlung der Köhler-Osbar-Stiftung im Kultur- und Stadthistorischen Museum ist immer dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Museum im Innenhafen lockt zudem mit vielen weiteren Exponaten und Aktionen (auch für Kinder).

(RP)