Fußball: Aufsteiger Vierlinden betritt Neuland

Fußball : Aufsteiger Vierlinden betritt Neuland

Erstmals in der 85-jährigen Vereinsgeschichte spielt die DJK Vierlinden in der Fußball-Bezirksliga.

Knapp zwei Monate ist es her, da jubelte die ganze DJK-Familie ausgelassen über die Meisterschaft in der Kreisliga A. Dank eines 2:2-Unentschiedens gegen den VfB Lohberg zogen die Jugendkraftler vor rund 1500 Zuschauern auf der heimischen Ludwig-Wolker-Kampfbahn im wohl größten Spiel der Vereinshistorie erstmalig in die Bezirksliga ein. Der Jubel war riesengroß — Ausnahmezustand in Vierlinden.

Mittlerweile ist an der Emanuelstraße wieder der Alltag eingekehrt. Nur die extra für das Aufstiegsspiel angefertigten Banner über den Toren sowie die mit Stolz getragenen Aufstiegsshirts an der Platzanlage zeugen noch vom großen Erfolg am 9. Juni. Da gleich sieben Teams aus der 18er Gruppe direkt wieder absteigen, wird die Mission "Klassenerhalt" beileibe kein leichtes Unterfangen für die Truppe aus dem Duisburger Norden. Das weiß auch DJK-Coach Ahmet Tutal, der seine Männer gleich im ersten Amtsjahr zur Meisterschaft führte: "Es wird für viele Mannschaften eine lange und harte Saison. Ich erwarte viele spannende Duelle zwischen den Teams aus Duisburg und Moers."

Bis auf Kamal Rana (Ziel unbekannt) und Nico Jörgens (TuS Drevenack) ist das Aufstiegsteam komplett zusammengeblieben. Für Verstärkung sollen Enis Capri (SGP Oberlohberg), Marc Attardo (SC Wacker Dinslaken), Alexandar Mitrovic (SV Walsum) und Abdulhamit Canim (TSV Bruckhausen) sorgen. Aus der eigenen Reserve stoßen zudem Daniel Pilch und Zafer Yilmaz zum 21 Mann großen Kader hinzu.

Dem Trainerteam gehören neben Tutal weiterhin Co-Trainer Said Belhadj sowie die Betreuer Hubert Büchter, Maurizio Drumm und Gottfried Kniephof an. Carsten Schmidt, der im vergangenen Jahr noch als Co-Trainer bei der "Ersten" tätig war, kümmert sich fortan hauptverantwortlich um die Belange der Vierlindener Reserve, die in der Kreisliga A an den Start geht.

Der Fokus in der Vorbereitung lag bislang auf dem Einstudieren der Viererkette. "Das System erfordert natürlich jede Menge Übung und mir war klar, dass nicht alles sofort funktioniert", will Tutal die dürftigen Ergebnisse in den Testspielen nicht als Maßstab für die neue Saison gelten lassen. "Mir ist es wichtig, dass wir mehrere Optionen haben, wie wir spielen können", stellt der Meistermacher fest.

Im Kader der Schwarz-Gelben stehen mit Marcel Richter, Peter Pfeifer, Hakan Keser, Sezgin Özhan, Chris Gubbels, Stefan Lodewick, Mehmet Kilic sowie den Neuzugängen Capri und Canim neun Spieler, die bereits in der Bezirksliga oder sogar höher gespielt haben. "Die Gruppe ist verdammt hart. Gleich von Beginn an werden einige Vereine ums Überleben kämpfen", sieht Tutal zudem keine Mannschaft, die einen Durchmarsch an der Spitze schaffen kann. "Nach ein paar Wochen wird sich aber herauskristallisiert haben, welche Teams den Blick eher nach oben, oder nach unten richten müssen", erklärt Ahmet Tutal, der mit voller Vorfreude auf die kommende Bezirksliga-Saison vorausblickt.

(RP)
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