Duisburg: Rheinoper verlegt ihre Aufführungen in die Mercatorhalle

Nach Wasserschaden im Duisburger Stadttheater : Mercatorhalle wird Ersatzspielstätte

Nach dem Wasserschaden im Stadttheater verlegt die Rheinoper acht ihrer neun Vorstellungen in die benachbarte Halle.

Nach wie vor ist unklar, wie lange es dauern wird, die große Bühne im Stadttheater wieder bespielbar zu machen. Wie berichtet hatten am 5. April 80.000 Liter Wasser aus der Sprinkleranlage die Bühne und die darunter liegende Technik geflutet. Am Mittwoch gaben das Duisburger Theater und die Rheinoper nun bekannt, wie mit den geplanten Vorstellungen, die nicht im großen Haus stattfinden können, verfahren werden soll. Ganz verzichten wird man auf die Opernvorstellungen nicht.

Die Deutsche Oper am Rhein weicht mit acht ihrer neun geplanten Vorstellungen in die benachbarte Mercatorhalle aus. Die Neuinszenie­rung von Richard Wagners „Götter­dämme­rung“ am Sonntag, 5. Mai (Premiere), und am 12. Mai, Giuseppe Verdis Oper „Don Carlo“ am 10. und 17. Mai sowie die vier Vorstellungen des „Ring“-Zyklus vom 23. Mai bis 2. Juni werden konzertant gegeben. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Lediglich die Absage des Ballettabends b.38 am 18. Mai sei, so heißt es bei der Rheinoper, unumgänglich, da eine geeignete Ersatzspielstätte hierfür nicht gefunden werden konnte. Die Deutsche Oper am Rhein kündigt an, sich mit den Karteninhabern in Verbindung zu setzen.

Szene aus der „Götterdämmerung“-Inszenierung, die bereits in Düsseldorf zu erleben war. Foto: Rheinoper/Hans-Jörg Michel

Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Wir machen aus der Not eine Tugend. Nachdem wir lange um die Premiere der ,Götterdämmerung’, um den Ring-Zyklus und ,Don Carlo’ bangen mussten, freuen wir uns jetzt sehr auf außergewöhnliche musikalische Abende im Konzertsaal. Die Duisburger Philharmoniker und unser Sänge-Ensemble konzentrieren sich unter der Leitung unseres Generalmusikdirek­tors Axel Kober ganz auf die rein musikalische Darbietung, für die bereits intensiv geprobt wird.“ Als Wagner-Interpreten sind in der Mercatorhalle unter anderem James Rutherford (Wotan/Der Wanderer), Corby Welch (Siegfried), Linda Watson und Alexandra Petersamer (Brünnhilde), Sarah Ferede (Sieglinde/Waltraute), Stefan Heide­mann (Alberich), Cornel Frey (Mime), Sami Luttinen (Hagen), Richard Šveda (Gunther) und Anke Krabbe (Gutrune) zu hören.

Auch Verdis Oper „Don Carlo“ findet in konzertanter Form statt. Im Kampf um Macht und Freiheit stehen sich am 10. und 17. Mai Bogdan Taloş (Filippo II.), Eduardo Aladrén (Don Carlo), Bogdan Baciu (Rodrigo di Posa), Olesya Golovneva (Elisabetta), Sarah Ferede (Principessa di Eboli) und Hans-Peter König (Großinquisitor) gegenüber. Die Duisburger Philharmoniker spielen unter der Leitung von Nicholas Carter.

Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg: „Ich bin froh, dass es uns gemeinsam gelingt, das kulturelle Angebot in unserer Stadt weitgehend aufrechtzuerhalten. Die Mercatorhalle ist ein hervorragender Konzertsaal, in dem die Duisburger Philharmoniker und das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein den ,Ring des Nibelungen’ und ,Don Carlo’ sicher zu einem großen musikalischen Erlebnis machen.“

Tickets und weitere Infos zu allen Aufführungen sind erhältlich bei der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203 283 62 100) und online unter www.operamrhein.de. Bislang ist offenbar nicht vorgesehen, dass gekaufte Karten gegen den Kaufpreis erstattet werden, falls Opernfreunde an einer bloß konzertanten Aufführung nicht interessiert sind.

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