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Duisburg: Kunst für Amnesty International

Ausstellung : Großer Kunstverkauf für Amnesty International

Gerhard Losemann und seine Ehefrau Rita Ehrig stellen ihre Archiv-Galerie der Duisburger Hilfsorganisation zur Verfügung.

Vor 50 Jahren wurde die Duisburger Gruppe der Hilfsorganisation Amnesty International gegründet. Seit 43 Jahren ist Stephanie Aholt in der Organisation aktiv, die sich unter anderem um Menschen kümmert, die aus politischen Gründen zu Unrecht inhaftiert oder Repressalien ausgesetzt sind. Alle Duisburger AI-Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Doch ganz ohne Geld ist es nicht möglich für jene Öffentlichkeit zu sorgen, die für Amnesty International unabdingbar ist. Ein wenig Klappern um Geld gehört deshalb zum Alltag der Duisburger Gruppe. Man kann sich deshalb vorstellen, wie groß die Freude war, dass eine Duisburger Kunstsammlerin, die, bescheiden wie sie ist, namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchte, mehr als 30 wertvolle Kunstwerke aus ihrem Privatbesitz der Amnesty-Gruppe geschenkt hat.

Jetzt fehlte Stephanie Aholt nur noch ein Ort, wo sie die geschenkten Werke zum Verkauf ausstellen konnte. Der Duisburger Künstler Gerhard Losemann und seine Ehefrau Rita Ehrig, die die DU-Art-Galerie am Dellplatz 8 betreiben, ließen sich nicht lange bitten. Sie stellen für eine große Verkaufsausstellung ihre Räumlichkeiten der Duisburger Amnesty-Gruppe kostenlos zur Verfügung. Am Freitag, 9. November, 19.30 Uhr, wird die Ausstellung eröffnet, die bis zum 14. Dezember besichtigt werden kann.

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Ausgestellt werden Federzeichnungen, Radierungen, Lithografien, Holzschnitte und Drucke von durchweg renommierten, zum Teil auch sehr bekannten Künstlern der Klassischen Moderne wie Henri Matisse, Chagall oder Juan Miro. Auch der Duisburger Künstler Chinmayo und Gerhard Losemann selber stifteten Werke.

Die Ausstellung ist zum einen ein Augenschmaus, zum anderen aber auch eine gute Gelegenheit preiswert – sogar sehr preiswert - Kunst zu kaufen, die im normalen Handel viel teurer wäre. Originallithographien von Miro gibt es beispielsweise gerahmt (!) für 200 Euro. Eine Federzeichnung von Karl Prasse wird für 300 Euro angeboten, ebenfalls mit Rahmen. Die teuersten Werke stehen mit 380 Euro zum Verkauf an.

Insgesamt hängen 37 Werke an den Wänden der DU-Art-Galerie, wobei die großzügige Spenderin noch einige Werke „in der Hinterhand“ hat und diese ebenfalls zugunsten von Amnesty verkaufen lässt.

Die regulären Öffnungszeiten sind jeweils donnerstags und freitags von 18 bis 21 Uhr sowie nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 0203 334348.