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Duisburg: Finanzamt Süd in der Innenstadt wird eingerüstet

Gebäude wird eingerüstet : Finanzamt-Fassade bröckelt

Das Finanzamt-Süd in der Innenstadt wird derzeit eingerüstet. Die Steinplatten-Verkleidung ist marode und muss schnell abgetragen werden.

Die Fassade bröckelt: Das Finanzamt Duisburg-Süd an der Landfermannstraße in der Innenstadt wird eingerüstet, um die marode Platten-Verkleidung abzutragen. Erst Ende 2019 wird es dann eine neue Außenhaut für den kantigen Bau geben. Bei turnusmäßigen Kontrollen der landeseigenen Immobilien durch die Duisburger Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW war festgestellt worden, dass sich an dem Finanzamt, das in den 50er Jahren errichtet wurde, an der vorgehängten Fassade Schäden eingestellt haben. Um eine Gefährdung auszuschließen, hatte der BLB NRW daraufhin weitere Untersuchungen veranlasst und ein Gutachten erstellen lassen. Ergebnis: Die Naturstein-Fassade aus Muschelkalk muss runter, in den Jahrzehnten hat die Witterung an der Hülle und ihrer Halterung genagt.

Das ist keine Kleinigkeit, immerhin kommt das Finanzamtsgebäude auf eine Außenfläche von 1800 Quadratmetern. „Die Schäden verteilen sich auf die gesamten Fassadenflächen. Neben kleinteiligen Abbrüchen sind die Platten insbesondere an den Halte- und Trag-Ankern gerissen“, so BLB-Pressesprecherin Silke Schenk.

 An einer Seite sind die Steinplatten-Verkleidungen schon abgenommen worden. Das Mauerwerk bekommt einen Schutzanstrich.
An einer Seite sind die Steinplatten-Verkleidungen schon abgenommen worden. Das Mauerwerk bekommt einen Schutzanstrich. Foto: Tanja Pickartz
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Als ersten eiligen Schritt hat der NRW-Baubetrieb das Finanzamt jetzt einrüsten lassen. Danach werden die Steinplatten abgetragen. „Anschließend wird das Gebäude eingeschlämmt und wasserabweisend angestrichen, so dass Witterungseinflüsse die Gebäudesubstanz nicht schädigen“, so der BLB. Bis zur endgültigen Wiederherstellung der Fassade dauert es aber. Das Gerüst wird zunächst wieder abgetragen. Parallel zur Demontage der Fassade schreibt der Baubetrieb jetzt die Planungen für die Erneuerung der Fassade aus. „Die Arbeiten hierzu werden frühestens Ende 2019 beginnen“, so Silke Schenk.

Da der Baubetrieb akut handeln musste, um das Gebäude abzusichern, sind die Art der neuen Verkleidung und die Kosten noch unklar. „Die genaue Ausführung und der Kostenrahmen für eine neue Fassadenbekleidung werden nun zunächst durch eine Variantenuntersuchung festgesetzt. Dabei werden wirtschaftliche, konstruktive sowie baukulturelle Gesichtspunkte berücksichtigt“, so die BLB-Sprecherin. Auf den Publikumsverkehr hat die Sanierung des Finanzamtes keine Auswirkungen: Während der Einrüstung werden die Zuwegungen neu geleitet und gesichert. Der Haupteingang wird zusätzlich mit einem Schutztunnel versehen, durch den auch die 184 Mitarbeiter des Finanzamtes ins Gebäude kommen.

(-er)