Defekte Oberleitung: Probleme beim Bahnverkehr im Ruhrgebiet

Defekte Oberleitung legte Züge lahm : Großstörung im Ruhrgebiet behoben - weiterhin Verspätungen und Ausfälle

Eine Oberleitungsstörung führte am Montagnachmittag zu massiven Problemen im Zugverkehr im Ruhrgebiet. Bis zum Abend müssen Reisende mit Verspätungen rechnen.

Ein Kurzschluss hat am Montag den kompletten Fern- und Regionalverkehr zwischen Duisburg und Mülheim im Ruhrgebiet lahmgelegt. Zahlreiche Züge verspäteten sich und wurden umgeleitet. Einige fielen aus. In mindestens einem Fall blieb ein Intercity auf freier Strecke liegen. Die Störung dauerte gut eine Stunde.

An der Abzweigstelle Duisburg-Kaiserberg habe es den Kurzschluss gegeben, sagte ein Bahnsprecher in Düsseldorf. Daraufhin sei der Strom abgeschaltet worden. „Es ist nichts groß beschädigt worden, es muss nichts groß repariert werden.“ Über die Ursache für den Kurzschluss wurde zunächst nichts bekannt. Bis zum frühen Montagabend sollte der Zugverkehr wieder nach Plan laufen.

Die Bahn hatte die Lage anfangs als „Großstörung“ bezeichnet. Da zunächst nicht absehbar war, wie lange der Zugverkehr gestört sein würde, war zwischen Essen und Duisburg ein Busverkehr eingerichtet worden.

Erst am Freitag hatte ein Oberleitungsschaden in Düsseldorf für massive Probleme gesorgt. Nachdem eine abgerissene Oberleitung auf einen ICE gefallen war, fielen 75 Zug-Verbindungen aus, 300 waren verspätet, Tausende Reisende waren betroffen.

Die Ursache für den Zwischenfall in Düsseldorf war am Montag weiter unklar. Der Stromabnehmer des ICE, der die Leitung herunterriss, werde nun von Fachleuten untersucht, sagte ein Bahnsprecher.

(dab/skr)
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