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A59: Brücke in Duisburg nach Lkw-Brand wieder frei - früher als geplant

Nach Lkw-Brand im April 2018 : A 59-Brücke ab Montag wieder frei

Vor fast einem Jahr brannte ein Lkw unter der Autobahnbrücke in Meiderich und beschädigte das Bauwerk erheblich. Ab Montag gibt Straßen NRW die A 59-Brücke in beiden Fahrtrichtungen wieder vollständig für den Verkehr frei.

Die Berliner Brücke an der Autobahn 59 in Meiderich wird ab nächster Woche wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. Nach den erheblichen Schäden, die aus einem brennenden Lkw resultierten, sind die beschädigten Teile der Brücke bereits saniert beziehungsweise erneuert worden, teilte Straßen NRW am Donnerstag mit. In einer Mitteilung des Straßenbaubetriebes heißt es weiter, dass die Fahrtrichtung Dinslaken ab Montag, 11. März, um fünf Uhr wieder uneingeschränkt nutzbar sei. Die andere Brückenhälfte samt Fahrtrichtung Düsseldorf sei einen Tag später ebenfalls um fünf Uhr morgens wieder frei befahrbar.

Damit liegt Straßen NRW deutlich vor dem Zeitplan. Der Verkehr kann nach Angaben des Landesbetriebes gut sieben Wochen früher als ursprünglich geplant wieder freigegeben werden. Projektleiter Lars Batzer begründet das mit guter Planung: „Wir haben von Beginn an die richtigen Entscheidungen getroffen, welche Bauteile erhalten bleiben können und welche neu gebaut werden müssen.“ Ab dem kommenden Wochenende werden die Schutzeinrichtungen und die Baustellenmarkierungen zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Ruhrort und Duisburg-Meiderich wieder zurückgebaut. Dann kann der Verkehr zeitweise nur über eine Fahrspur fließen. Deshalb finden die Arbeiten nachts statt – zwischen Samstag und Dienstag jeweils von 19 bis fünf Uhr.

Am 16. April gegen vier Uhr morgens musste die Feuerwehr zur Autobahnbrücke in der Nähe der Dr. -Lengeling-Straße ausrücken. Ein Duisburger hatte einen mit Holz beladenden Lkw, der unter der Brücke geparkt war, angezündet. Die Flammen griffen noch auf 13 weitere dort geparkte Fahrzeuge über. Nach der Brandstiftung floh der Mann, der zum Tatzeitpunkt über keinen festen Wohnsitz verfügte und erst kurz vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden war.

Zwei Tage nach der Brandstiftung wurde der damals 29-Jährige nach Hinweisen aus der Bevölkerung festgenommen. Später gestand er, das Feuer gelegt zu haben. Im September 2018 sprach das Landgericht Duisburg dann das Urteil: Der mehrfach vorbestrafte Mann muss für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis.

Die durch den Lkw-Brand verursachten Schäden an der Brücke seien nach Angaben von Straßen NRW erheblich gewesen. Die Brücke hätte durch das Feuer an Tragfähigkeit verloren, deshalb sei eine Sperrung unumgänglich gewesen. Das Feuer beschädigte unter anderem auch den Betonaufbau und die darunter liegenden Stahlseile der Brücke. „Auch die Aufräumarbeiten waren nicht zu unterschätzen“, sagte Batzer und betonte, in was für einen schlechten Zustand sich die Brücke nach dem Brand befand.

An den ersten Tagen nach dem verheerenden Feuer musste die Nord-Süd-Achse in Richtung Dinslaken sogar komplett gesperrt werden. Erst nach einer ­ersten Prüfung des Zustands der Brücke wurden in der Woche ­darauf zwei Fahrspuren wieder freigegeben – allerdings deutlich ­verengt.

Nun sind nur noch letzte Arbeiten im Bereich der Berliner Brücke zu erledigen, bis der Verkehr wieder ohne Einschränkungen fließen kann. „Die Tragfähigkeit haben wir bereits komplett wieder hergestellt“, so Batzer. Der Projektleiter im Brückenbau von Straßen NRW weiter: „Unter der Brücke sind wir allerdings noch tätig.“ Die Baustelle müsse noch geräumt und die letzten Löcher verschlossen werden.

(jlu)