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Düsseldorf: Vereinshaus TG 1881 tut dem Klima gut

Düsseldorf : Vereinshaus TG 1881 tut dem Klima gut

Für die vorbildliche energiesparende Sanierung des Vereinsheims bekam der Oberbilker Sportverein den Umweltpreis der Stadt Düsseldorf. Acht weitere Düsseldorfer Bürger und Initiativen bekamen eine Auszeichnung.

Als gute Sportler haben die Mitglieder des Oberbilker Sportvereins TG 1881 Ausdauer und langem Atem. Beides brauchten sie auch bei ihrem Einsatz für den Umweltschutz. Denn die Ideen für einen Umbau des Vereinsheims unter der Prämisse des Klimaschutzes hatte der Verein bereits im Jahre 2000, als eine Sanierung des alten Heims mit seinen veralteten Duschen, Fenstern und Glasbaustein-Wänden in Angriff genommen werden musste. "Damals ließen wir vom Landessportbund NRW einen Öko-Check machen", erinnert sich der Vereinsvorsitzende Jürgen Albrecht. Der war für den Verein so überzeugend, dass er die Anregungen aufnahm und das Heim in ein vorbildliches, energieeffizientes Gebäude umwandelte. Dafür wurde er mit dem Umweltpreis der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet.

"Die Stadt Düsseldorf hat Klimahelden gesucht, die sich vorbildlich fürs Energiesparen, die Verminderung von CO2 und den Klimaschutz einsetzen", sagte Umweltdezernentin Helga Stulgies bei der Auszeichnung im Rathaus. Neben den mit 2500 Euro dotierten Umweltpreis wurden acht weitere Auszeichnungen für Bürger und Initiativen vergeben (siehe Infokasten). Der TG 1881 könne für andere Sportvereine ein Vorbild sein, die ihre Gebäude sanieren wollen oder müssen.

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Denn eine gute und umfassende Planung ist wichtig. "Ohne den erfahrenen Architekten Gregor Holzer und ohne den Energieberater Martin Halbrügge hätten wir das Heim sicher nicht konsequent klimafreundlich umgebaut, es fehlte das Wissen", berichtet Albrecht. Bei den Versammlungen zur Planung hätten die Mitglieder viel über Energie-Effizienz erfahren.

Und sie können sie jetzt täglich erfahren. So nutzt eine Lüftungsanlage für die Dusche die warme verbrauchte Luft, um die Frischluft vorzuwärmen, die Duschen haben elektronische Ventile, die den Warmwasserverbrauch vermindern, Energiesparlampen beleuchten die Räume. Herzstück des klimafreundlichen, gut wärmegedämmten Hauses ist eine Brennwert-Ölheizung kombiniert mit einer Solaranlage für Warmwasseraufbereitung. Die ist mit dezentralen Frischwasser-Wärmetauschern so konzipiert, dass sich gesundheitsgefährdende Legionellen nicht ausbreiten können.

"Die Energiesparmaßnahmen kosten mehr, aber durch die Energie-Einsparung rechnen sie sich auf Dauer", sagt Vereins-Schatzmeisterin Ellen Bosch. Die Kosten von rund 400 000 Euro seien auch durch Zuschüsse geschultert worden. Und nicht zuletzt durch Darlehen der Vereinsmitglieder. Denn sie waren von den Vorteilen fürs Klima überzeugt.

(RP)