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Düsseldorf: Mieten in Bestandswohnungen steigen weiter

Düsseldorf : Mieten in Bestandswohnungen steigen weiter

Der wachsende Bedarf an Wohnungen und der rasante Anstieg der Mieten besonders im Neubau werden in Düsseldorf seit geraumer Zeit diskutiert.

Nach neuen Erhebungen des Mietervereins Düsseldorf und der Vermieter-Vereinigung Haus und Grund sieht es jedoch im gesamten Wohnungsbestand, über alle Baualtersklassen betrachtet, etwas anders aus. Es existiere "im Bestand kein angespannter Wohnungsmarkt", berichteten die beiden Organisationen anlässlich der Präsentation der neuen Mietrichtwert-Tabelle für Düsseldorf. Aus ihrer Sicht ist die Lage "relativ entspannt", wenn man von einigen stark begehrten Stadtteilen absehe.

So stiegen die Bestandsmieten in Düsseldorf seit Veröffentlichung der letzten Tabelle 2011 im Schnitt um 5,2 Prozent — auf nun 7,50 Euro Kaltmiete je Quadratmeter. Dieser Anstieg sei allerdings deutlich stärker als in den Jahren zuvor ausgefallen, erklärte Dietrich Steffens von Haus und Grund. Ein Hauptgrund dafür seien Modernisierungen, die die Vermieter gerade der älteren Wohnungen im Bestand vorgenommen hätten. Steffens erwartete nach der Veröffentlichung der neuen Tabelle im Januar noch einen weiteren Anstieg. Allerdings wies Mietervereins-Vorsitzender Hans-Jochem Witzke darauf hin, dass die Erhebungen sich nicht auf Neuvermietungen beziehen. "Wohnungen, die jetzt neu vermietet werden, sind sicherlich teurer."

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Die höchsten Mieten bei den Bestandswohnungen werden der Erhebung zufolge erwartungsgemäß in den linksrheinischen Stadtteilen Ober- und Niederkassel und Lörick sowie im Düsseldorfer Norden (Kaiserswerth und Wittlaer) gezahlt. Unter dem Durchschnitt liegen dagegen einige Stadtteile im Süden und Osten (Garath, Hellerhof, Lierenfeld). Diese Schere könne auch künftig weiter auseinandergehen, sagte Steffens voraus: "Für Investoren sind gerade die Stadtteile attraktiv, in denen die Mieten höher sind — dort wird dann entsprechend mehr neu gebaut."

Insgesamt gibt es Düsseldorf den Angaben zufolge 332 667 Wohnungen, etwa zwei Prozent mehr als vor zehn Jahren. In den allergünstigsten (Baujahr vor 1948, einfache Wohnlage, sehr einfache Ausstattung z.B ohne zentrale Beheizung) werden laut Tabelle noch Quadratmeter-Mieten ab 4,10 Euro gezahlt. In guten Wohnlagen liegen die Mieten in den neueren Wohnungen bei bis zu 11 Euro.

(RP)