Düsseldorf : Dauerstau bis Donnerstag

In Pempelfort staut sich der Verkehr gewaltig. Nadelöhr ist die Kaiserstraße.

Gute Nerven brauchten Düsseldorfer Autofahrer in den letzten Wochen ja ohnehin, aber seit Dienstag ist noch ein Schüppchen oben drauf gekommen. Und um es vorwegzunehmen: Wer vom Kennedydamm oder der Kaiserswerther Straße kommend durch Pempelfort die Innenstadt ansteuert, sollte besser gleich zum Rheinufer fahren, den Rheinufertunnel bis nahezu zum Schluss passierten und dann am Abzweig Innenstadt sein Ziel von Süden ansteuern.

Alles andere ist nur etwas für sehr geduldige Menschen mit Zeitreserve. Locker 20 Minuten und mehr dauert das "Stop and go" auf der Route über Fischer-, Kaiser- und Interimsstraße (ehemals Hofgartenstraße). Grund für die Verzögerung: Entlang der Baustelle für den Nord-Süd-Tunnel des Kö-Bogens ist seit gestern Vormittag eine der beiden Spuren wegen anstehender Betonierungsarbeiten komplett gesperrt. Die Sperrung beginnt in Höhe der Einfahrt in den Tunnel Richtung Altstadt und endet erst auf der Berliner Allee.

Kein Zuckerschlecken, denn auf der Route fahren Straßenbahnen, es gibt in Höhe P & C eine Ampel-Querung für Fußgänger - und obendrein herrscht mit schöner Regelmäßig mitten im Berufsverkehr Rückstau durch wartende Lkw vor der Baustelleneinfahrt.

Aber während die Lastwagen bislang nur einige Minuten eine Spur blockierten und sich für die anderen Verkehrsteilnehmer nur kurze Verzögerungen ergaben, ist nun der Dauerstau programmiert. "Ich habe auch Bauchschmerzen gehabt, als ich diese Sperrung unterschrieben habe", sagt Andrea Blome, die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement. "Aber es muss jetzt von P & C Richtung Berliner Allee diese Großbetonierung durchgeführt werden." Bis Donnerstagabend sollen die Arbeiten andauern, spätestens Freitag soll die Sperrung behoben sein. "Am verkaufsoffenen Samstag wird es keine zusätzlichen Behinderungen geben", verspricht Blome.

Kaum nachvollziehbar sind allerdings zwei Dinge: Die Öffentlichkeit wurde nur unzureichend über die Staufalle informiert, zudem ist nicht ersichtlich, warum die Warnbaken bereits zwei Tage vor der eigentlichen Betonierung aufgestellt werden. Da die Düsseldorfer wahrlich staugeplagt sind, dürften sie es begrüßen, wenn Absperrmaßnahmen so kurz wie möglich andauern. Vor allem in diesem Bereich, schließlich muss die Route auch noch Verkehr aufnehmen, der eigentlich über die Schadowstraße rollen würde. Auch dort ist gesperrt, gestern stauten sich die Autos bei ihrer Umfahrung zurück bis auf die Jägerhofstraße. Auch aus der anderen Richtung knubbelte es sich, die Prinz-Georg-Straße war ein besserer Parkplatz.

(RP)