Düsseldorf: Dritter Unfall an der derselben Kreuzung

Düsseldorf : Dritter Unfall an der derselben Kreuzung

Erneut kollidierte gestern ein Auto im Bereich Klever Straße / Roßstraße / Collenbachstraße mit einer Straßenbahn.

Zum dritten Mal innerhalb von 14 Tagen kam es gestern Vormittag an der Kreuzung Klever Straße (in der Verlängerung Jülicher Straße), Roßstraße und Collenbachstraße zu einem Unfall, bei dem ein Auto mit einer Straßenbahn kollidierte. Passiert ist zum Glück nicht viel, es gab keine Verletzten, nur einen Sachschaden. Laut Rheinbahn gab es am vergangenen Sonntag einen ganz ähnlichen Unfall an gleicher Stelle. Auch dabei ging es glimpflich ab. Nicht so am 30. Oktober, als ein 60-Jähriger schwer und seine Beifahrerin leicht verletzt wurden. Lange Staus vor allem auf Klever und Jülicher Straße waren aber in allen drei Fällen die Folge, da die Straßenbahn jeweils die Kreuzung versperrte.

Offenbar war der Unfallhergang in allen drei Fällen ganz ähnlich. Das lässt sich am besten bei dem Zusammenstoß zwischen Pkw und Bahn am 30. Oktober nachvollziehen, dessen Hergang wegen der schweren Auswirkungen besonders dezidiert festgehalten wurde. Der Mann aus Köln beabsichtigte, von der Klever Straße links in die Roßstraße abzubiegen, kam aus ungeklärter Ursache von seiner Spur ab, geriet in die Straßenbahntrasse und stieß dort mit der 715 zusammen, die von der Collenbachstraße geradeaus die Kreuzung queren wollte. Offenbar war der Autofahrer bei Rot gefahren - wie in den beiden anderen Fällen auch.

Ob sich alle drei Unfälle auf diese Weise zugetragen haben, konnten gestern weder die Rheinbahn noch die Polizei bestätigen. Andreas Czogalla, Leiter der Polizeipressestelle, erklärte jedoch, dass, sollten sich Unfälle an einen bestimmten Punkt im Stadtgebiet häufen, man relativ schnell aktiv werde und sich zusammen mit dem Amt für Verkehrsmanagement und gegebenenfalls der Rheinbahn vor Ort ein Bild mache, um über eventuell notwendige Maßnahmen, etwa einen Kreuzungsbereich durch bauliche Veränderungen oder Verkehrszeichen sicherer zu gestalten, zu beraten. Dennoch: "Bei menschlichem Fehlverhalten, wenn zum Beispiel das Rotlicht missachtet wird oder Autofahrer verbotenerweise wenden, kann man nicht viel machen", sagt Czogalla.

Das sieht Rheinbahn-Sprecher Eckhard Lander ganz ähnlich: "Der Schienenverkehr hat nun einmal prinzipiell Vorrang, das bekommen Autofahrer schon in der Führerscheinprüfung beigebracht. Unserer Fahrer sollten natürlich einerseits immer auf den Fahrplan achten, in komplizierten Kreuzungsbereichen aber andererseits besondere Vorsicht walten lassen. Das tun sie auch. Wenn sich aber Autofahrer unachtsam einer Kreuzung nähern, gar eine rote Ampel missachten, ist dagegen kaum ein Kraut gewachsen."

Lander bestätigt ebenfalls, dass, sollte die Gefahr eines Unfallschwerpunktes entstehen, man binnen kürzester Zeit handeln werde. "Wir haben das aber intern abgeklärt. Früher hat es an dieser Kreuzung schon mal gekracht, dann aber ewig lange nicht mehr. Jetzt müssen wir die Situation womöglich neu beurteilen."

(RP)