Pempelfort: Luxemburg zu Gast in Pempelfort

Pempelfort : Luxemburg zu Gast in Pempelfort

Als Vorspeise Lauchsuppe, danach Rinderragout mit einer Quiche aus Speck und Zwiebeln und zum Nachtisch Cremetorte, die man wie den Hauptgang mit Messer und Gabel isst: Dieses traditionelle luxemburgische Menü kam jetzt im Internationalen Stadtteiltreff Pempelfort an der Schirmerstraße auf den Tisch.

Anlass war die sechste "Genieß-Bar", die seit 2009 mehrmals pro Jahr stattfindet und sich dieses Mal ums Thema Luxemburg drehte. Ziel der Veranstaltung sei es, "einen Einblick in fremde Kulturen und Essgewohnheiten zu ermöglichen", wie Thomas Suder (50) erklärt. Der Sozialpädagoge ist seit elf Jahren Leiter des Stadtteiltreffs, einer städtischen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung. Zusammen mit seiner Kollegin Judith Beck-Freiwald hat er die Idee zur "Genieß-Bar" entwickelt, bei der kulinarische Spezialitäten, eine Fotoausstellung und historische Informationen zu jeweils einem Land oder einer Region angeboten werden.

Neben den Philippinen, Japan und Portugal stand auch schon Düsseldorf mit rheinischen Gerichten und Altbier auf dem Programm. "Hierzulande wissen viele leider wenig über das nahe europäische Umfeld." Suder selbst hat zum Land außerdem eine ganz persönliche Bindung: Aufgewachsen ist er in einem Dorf zwischen Trier und Bitburg, nah an der luxemburgischen Grenze. Zum Einkaufen fuhr er oft rüber nach "Lëtzebuerg", wie es in der Landessprache heißt. Die landestypische Küche vereint deutsche und französische Einflüsse.

Karin Zangers-Bremer hat noch keine "Genieß-Bar" verpasst. Seit 20 Jahren ist sie mit ihrer Familie Stammgast im Stadtteiltreff und schätzt die "familiäre Atmosphäre". Geboten werden dort zudem vielfältige Angebote für Kinder und Eltern, wie Hausaufgabenbetreuung, Turnen und ein Internetcafé. Der zehnjährige Robin Vaessen zockt hier gerne mit seinen Freunden am Computer, mag aber am liebsten "die Gesellschaft und die netten Betreuer". Diese bereiten in der kleinen Küche des Stadtteiltreffs oft für rund 30 Schulkinder ein warmes Mittagessen zu. In spätestens einem Jahr ist dafür aber mehr Platz: Dann zieht die Einrichtung in großzügigere Räumlichkeiten des neuen Wohngebiets "Le Quartier Central" nebenan.

(RP)
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