1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile

Hubbelrath/Ludenberg: Villa Sohl: Baurecht umstritten

Hubbelrath/Ludenberg : Villa Sohl: Baurecht umstritten

Ein Bebauungsplan für das große Parkgrundstück am Rotthäuser Weg ist Thema in der Bezirksvertretung. Anwohner halten ihn rechtlich für bedenklich. Der Park soll Gartendenkmal werden.

Die Zukunft für das große Waldgrundstück der Villa Sohl am Rotthäuser Weg will die Bezirksvertretung 7 endgültig geregelt wissen. Sie wird deshalb in der heutigen Sitzung auf Antrag der CDU darüber diskutieren, ob für dieses Gelände ein Bebauungsplan ausgestellt werden soll. Das Ziel des Plans: Die Fläche soll für etwa acht Häuser mit großen Parzellen aufgeteilt werden. Der Landschaftsschutz in diesem Bereich soll bei der Festlegung der Bauflächen berücksichtigt werden. Und auch de Erhalt des inzwischen verwilderten Parks von Gartenarchitekt Roland Weber. Es soll geprüft werden, ob dieser Park ein Gartendenkmal ist, fordern mehrere Fraktionen der Bezirksvertretung.

Die CDU will mit dem Aufstellen des Bebauungsplans die Sorge von Anwohnern zerstreuen, dass dieses Grundstück maximal genutzt und mit mehr als 20 kleinen Häusern bebaut wird. Denn das könne dem Charakter des landschaftlichen reizvollen Gebietes schaden. Aber selbst mit einem Bebauungsplan, der die Zahl von Neubauten begrenzen und die Beteiligung der Bürger an der Planung sicherstellen kann, sind Anwohner nicht einverstanden. "Es ist merkwürdig, dass ein Bebauungsplan verabschiedet werden soll, obwohl es noch keine Bauvoranfrage gibt" sagte Rolf Thiemann als Sprecher der Anwohner in der zurückliegenden Sitzung der Bezirksvertretung.

Schon damals sollte die Planung beschlossen werden. Die Politiker verschoben allerdings die Entscheidung wegen der Einwendungen der Anwohner. "Generell darf in einem Außenbereich, in dem das Grundstück liegt, nicht gebaut werden", sagte Thiemann. Jedes Haus, das errichtet werden soll, müsse als Sonderfall gesehen und einzeln genehmigt werden. Ein Bebauungsplan komme dem Vermarktungsinteresse des Eigentümers entgegen auf Kosten der Natur.

Eine andere rechtliche Einschätzung hat der Baurechtsexperte Rechtsanwalt Karl Heinz Bortloff, der die Eigentümer vertritt. Das Grundstück liege nur teilweise im Außenbereich, für den Teil direkt an der Wohnbebauung am Gartenkamp weise der Flächennutzungsplan Wohnbebauung aus. Wenn diese Siedlung als Vorbild genommen werde, könne eng gebaut werden. Das Aufstellen eines förmlichen Bebauungsplans mit der Vorgabe einer geringen Zahl von Gebäuden sei eine saubere und transparente Lösung für das Problem.

Diese Meinung vertritt auch die CDU und will daher einen B-Plan.

(RP)