Golzheim/Stockum: Von Golzheim nach Brüssel

Golzheim/Stockum : Von Golzheim nach Brüssel

Am Palmsonntag, 1. April, wird die Vikarin Anna Quaas durch Superintendentin Henrike Tetz um 10.30 Uhr in der evangelischen Tersteegenkirche, Tersteegenstraße 84, ordiniert. Die Ordination ist die Übertragung des Predigtamtes auf Theologen oder Predigthelfer. Mit der Ordination sind die Ordinierten berechtigt zu predigen und alle Amtshandlungen wie Taufe, Trauung, Beerdigung auszuführen. Sie sind verpflichtet, das Beichtgeheimnis sowie die seelsorgerliche Verschwiegenheit zu wahren.

Die gebürtige Essenerin Anna Quaas absolvierte 1998 ein Freiwilligenjahr im afrikanischen Kamerun. Im Anschluss studierte die 34-Jährige evangelische Theologie in Marburg, Buenos Aires und Berlin. 2005 hospitierte sie in der Redaktion der Zeitschrift "Der Überblick" in Hamburg. Danach führte sie ihr beruflicher Weg nach Düsseldorf. Anna Quaas absolvierte den ersten Teil ihres Vikariates bis 2007 in der evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde.

"Ich will Pfarrerin werden, weil mir mein eigener Glaube wichtig ist. Ich finde es faszinierend, dass man als Pfarrerin mit Menschen allen Alters und in völlig verschiedenen Lebenssituationen in Kontakt kommt. Durch mein Freiwilligenjahr in Kamerun und während meines Studiums in Argentinien habe ich Kirche in anderen Kontexten kennengelernt", sagt Quaas. "Mich hat dabei besonders fasziniert, dass der christliche Glaube Menschen verbindet, auch wenn Sprache und Kultur unterschiedlich sind. Mir ist wichtig, diese Weltoffenheit in die Kirche zu tragen".

Von 2007 bis 2010 war Anna Quaas als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem EU-Forschungsprojekt zu Pfingstkirchen aus Nigeria in Europa. Anschließend promovierte sie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Seit August 2010 setzt sie bis heute ihr Vikariat, die praktische Ausbildungszeit für Pfarrerinnen und Pfarrer, in der Tersteegen-Kirchengemeinde fort.

Ab April wird Anna Quaas für ein Jahr nach Brüssel gehen, um dort im Büro des Bevollmächtigten der EKD bei der EU und der dortigen deutschen Auslandsgemeinde mitzuarbeiten.

(RP)
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