Lohausen: Start in die Reitturniersaison

Lohausen : Start in die Reitturniersaison

150 Reiter samt Pferd eröffneten am Wochenende die Turniersaison beim 8. Frühjahrsturnier des Reit- und Fahrvereins Lohausen und zeigten im Springen und in der Dressur ihr Können.

Elena Habedank ist aufgeregt. Gleich wird sie gemeinsam mit ihrem Pferd Vipino beim Dressurwettbewerb antreten und um eine Schleife kämpfen. So wie Elena ging es am Wochenende rund 150 kleinen und großen Reitern samt Pferd, die beim 8. Frühlingsturnier des Reit- und Fahrvereins (RuFV) Lohausen und der Reitanlage St. Georg die Turniersaison einläuteten. Reiter aus Düsseldorf, Mettmann, Duisburg, Neuss und Essen kamen dazu in den Stadtteil und traten bei elf Wettbewerben in der Dressur und im Springen gegeneinander an.

"Das ist das erste Turnier in Düsseldorf in diesem Jahr. Damit gewöhnen die Reiter ihre Pferde wieder an den Wettkampf nach dem Winter", erklärt Egon Klassen, Vorsitzender des Reitvereins. Deshalb fand das Turnier auch trotz Sonnenschein in der Reithalle statt.

Für Elena wird es ernst. Ihr Name wird aufgerufen, und sie reitet in die Halle. Sieben Jahre lang reitet die Elfjährige schon auf dem Bergerhof in Lohausen, seit sie ein paarmal im Nordseeurlaub geritten ist. "Es macht Spaß, alles zu lernen. Am liebsten reite ich im Galopp", sagt sie. Bei der Dressurprüfung muss sie gleich eine bestimmte Abfolge an Übungen mit Vipino präsentieren. Normalerweise macht sie das mit ihrem eigenen Pferd Mac Minerva. Das ist aber im Moment am Fuß verletzt. Eine, die es schon hinter sich hat, ist die 17-jährige Ann-Kathrin Sutterlei vom RC Hofgarten. Auf ihrer Stute Emily hat sie soeben den zweiten Platz in ihrer Dressurklasse erworben: "Das ist mein erstes Turnier in diesem Jahr. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut starte — jetzt kann die Saison kommen", sagt sie. Seit elf Jahren sitzt Ann-Kathrin schon im Sattel. Kann eigentlich jeder reiten lernen? "Man braucht Feingefühl und Disziplin. Und man muss die Fehler bei sich und nicht beim Pferd suchen", erklärt sie.

Neben den Dressur- und Springwettbewerben gab es am Samstag auch einen Führzügelwettbewerb. Dabei werden Kinder ab fünf Jahren auf dem Pferd von jemandem geführt. "Das soll einfach eine Motivation sein für die Kleinen, auch mit dem Reiten anzufangen und soll besorgten Eltern zeigen, dass unser Sport gar nicht so gefährlich ist", sagt Egon Klassen. Veranstaltungen, wie das Frühjahrsturnier sieht er außerdem als Möglichkeit, mit Vorurteilen aufzuräumen. "Wir wollen den Leuten den Sport näher bringen und zeigen, dass Reiten kein Elitesport ist", sagt er. Mittlerweile hat auch Elena ihre Prüfung geschafft. Eine Punktzahl von 6,0 hat sie dafür von den Richtern bekommen. Für eine Platzierung reicht es diesmal leider nicht. "Aber damit hatten wir heute auch nicht gerechnet", sagt Elenas Mutter Ursula Habedank — schließlich war es für den Hengst Vipino sogar das erste Turnier seiner Karriere.

(RP)
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