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Ausstellung in Düsseldorf: Bilder erzählen Gerresheimer Geschichten

Senioren in Düsseldorf : Bilder erzählen Gerresheimer Geschichten

Das Diakonie-Seniorenheim sucht Paten, um die Werke von Barbara Schmitz behalten zu können.

Dass Gerresheim so einiges zu bieten hat, ist kein Geheimnis. Dass es aber eben noch weit mehr Sehenswertes und Erlebenswertes in diesem Stadtteil gibt als nur Glashütte und St. Margareta, Klein-Italien und die Benderstraße, das zeigen die Glanz-Bilder von Barbara Schmitz. Mehr als 60 geschichtlich oder gesellschaftlich relevante Orte hat sie ausgewählt, fotografiert, aus den Motiven teilweise Collagen kreiert und mit erklärenden Texten versehen. Es ist eine lyrische Hommage an Gerresheim, die Reise beginnt im Jahr 870, als Graf Gerricus ein adeliges Frauenkonvent stiftet.

Daraus wurde dann eine Ausstellung, die in den vergangenen Wochen im Ferdinand-Heye-Haus der Diakonie am Apostelplatz in Gerresheim gezeigt wurde. Und eigentlich war für jetzt die Finissage angesetzt. Doch aus mehreren Gründen sollte das dann doch noch nicht das Ende sein. „Wegen der großen Nachfrage verlängern wir die Ausstellung im Café Frau Heye bis April. Ich werde auch noch einige kostenlose und öffentliche Führungen anbieten, die nächste ist am Donnerstag, 6. Februar, um 18.15 Uhr“, erklärt Barbara Schmitz. Und dann existiert noch das Patenmodell, denn in dem angeschlossenen Seniorenheim gibt es noch zu viele weiße Wände. „Wir würden zumindest einige der Bilder gerne im Haus behalten“, sagt Leiterin Andrea Köhler. „Die meisten unserer Bewohner kommen aus Gerresheim und haben einen Bezug zu dem Stadtteil. Die Bilder wecken daher Erinnerungen und regen zum Erzählen an. Das ist Biografiearbeit, und die ist sehr wichtig für ältere Menschen“, sagt Köhler.

Barbara Schmitz erzählt mit ihren Bildern die Entwicklung Gerresheims. Foto: Barbara Schmitz/Marc Ingel

Schmitz und Köhler hoffen daher, Menschen zu finden, die zu einem der gezeigten Orte eine besondere Beziehung haben und den Ankauf finanzieren. „Die Bilder sind gar nicht so teuer, kosten zwischen 125 und 325 Euro“, so die Einrichtungsleiterin. Eine Liste der Paten würde Köhler dann öffentlich im Haus aufhängen. „Bei einem Paar ist die Idee bereits auf fruchtbaren Boden gestoßen. Das Bild der evangelischen Kirche hat die beiden angesprochen, da sie dort geheiratet haben. Und da die Mama hier im Haus lebt, war auch die Beziehung zu der Einrichtung gegeben“, erzählt Schmitz. Davon wünscht sie sich natürlich mehr.