Düsseldorf-Gerresheim: Zukunft der katholischen Kirche soll diskutiert werden

Kirche in Düsseldorf : Zukunft der katholischen Kirche soll diskutiert werden

In einer Vortragsreihe wollen verschiedene Akteure, unter anderem die Mitglieder von Maria 2.0, über neue Ansätze sprechen.

Die römisch-katholische Kirche muss sich verändern, um die aktuelle Krise zu bestehen. In diesem Punkt sind sich alle einig. Uneinigkeit herrscht aber darüber, wie diese Veränderungen konkret aussehen sollen. Die Positionen zu Frauenpriestertum, Zölibat und Machtstrukturen werden in den Düsseldorfer Kirchengemeinden kontrovers diskutiert und wecken Emotionen. Nicht zuletzt sorgen die Organisatoren von Maria 2.0 mit ihren Aktionen immer wieder für neuen Diskussionsstoff.

Das ASG-Bildungsforum, der Pfarrgemeinderat (PGR) der katholischen Kirchengemeinde St. Margareta, die Bürgerstiftung Gerricus und ein Team von Maria 2.0 Düsseldorf möchten deshalb mit einer Vortragsreihe Gesprächsräume öffnen, in denen unterschiedliche Meinungen vorgestellt, größere Zusammenhänge erschlossen und neue Perspektiven diskutiert werden können. „Das Besondere an der Reihe ist, dass wir in der Regel zu einem Abend zwei Vortragende mit unterschiedlichen Standpunkten einladen, um verschiedene Perspektiven aufzuzeigen“, sagt Georg Henkel vom ASG-Bildungsforum und ergänzt: „Dabei wird das Publikum stark eingebunden und aufgefordert, sich in die Diskussion einzubringen.“ Gerade dieser Dialog mit Beteiligungsmöglichkeit ist den Veranstaltern wichtig. „Damit werden wir auch zur Versachlichung der aktuell anstehenden Themen beitragen“, ist sich Andreas Budnik als PGR-Vorsitzender sicher.

Die Vortragsreihe „Katholische Kirche – Dialog 2.0“ ist zunächst auf vier Diskussionsabende bis Oktober angelegt. „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, eine Mischung aus hochkarätigen Referenten, die bereits bundesweit mit ihren Forderungen für Aufmerksamkeit gesorgt haben, sowie aus Experten aus Wissenschaft und praktischem Kirchenleben zu gewinnen“, sagt Michael Brockerhoff, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Gerricus. Nach dem Auftakt der Reihe diese Woche zur Fragestellung „Kirche – quo vadis? Und gehen wir mit?“ geht es im Februar weiter:

6. Februar, Donnerstag, 19.30 Uhr: „Was macht Macht in der Kirche?“, mit Professor Daniel Bogner (Universität Fribourg) und Generaloberin Edith-Maria Magar (Waldbreitbacher Franziskanerinnen); Moderatorin des Abends ist Maria Fischer, Düsseldorfer Vorsitzende des Bunds Katholischer Unternehmer (BKU); Veranstaltungsort ist der Stiftssaal von St. Margareta, Gerricusstraße 12 in Gerresheim.

21. April, Dienstag, 19.30 Uhr: „Was eint uns, was bewegt uns? Droht uns die Kirchenspaltung?“, mit Professorin Johanna Rahner (Universität Tübingen); moderiert wird die Veranstaltung von Georg Henkel vom ASG-Bildungsforum, der anhand eines verblüffend aktuellen Altarbildes des Renaissancekünstlers Hans Baldung Grien in das Thema des Abends einführen wird; Veranstaltungsort ist der Pfarrsaal von St. Ursula, Margaretenstraße 3 in Düsseldorf-Grafenberg.

6. Oktober, Dienstag, 19.30 Uhr: „Grüß Gott, Frau Pfarrerin – Ein Gespräch über Ämter und Frauen in der Kirche“, im Stiftssaal von St. Margareta, Gerricusstraße 12, diskutieren Margit Eckholt (Universität Osnabrück) und Anja Goller, Priesterin der alt-katholischen Kirche, mit dem Publikum; Moderator des vorerst letzten Vortragsreihenabends ist Pfarrer Wolfgang Reuter, Klinikseelsorger am LVR Klinikum Düsseldorf.