Düsseldorf-Benrath: Im Korso zum Kinderhospiz

Düsseldorf-Benrath : Im Korso zum Kinderhospiz

Bereits zum elften Mal fand am Samstag das Mopped-Schützen-Treffen auf dem Benrather Schützenplatz statt.

Bereits ab 10Uhr füllt sich der Schützenplatz in Benrath mit Besuchern. Viele hört man von Weitem, da sie ordentlich PS unterm Hintern haben – so wie man es bei einem Bikertreffen erwartet. Neben den schweren Maschinen haben sie alle noch etwas anderes gemein: ein großes Herz. Denn auch in diesem Jahr wird das Kinder- und Jugendhospiz unterstützt.

„Das Wetter ist optimal, und wir haben ein schönes Programm zusammengestellt“, sagt Frank Moser, Pressesprecher der St. Cäcilia Schützenbruderschaft, zu denen die Mopped-Schützen gehören. Dabei greifen die Schützen im elften Jahr auf ein bewährtes Konzept zurück: Livemusik, Essen und Getränke, Tombola und verschiedene Aussteller. „Wir bekommen wieder Besuch von der 501st-German Legion, da das voriges Jahr so gut angekommen ist“, erklärt Moser. Dahinter verbergen sich Star-Wars-Fans, die sich mit aufwendigen Kostümen in die Filmhelden verwandeln.

Und so mischen sich ab 11 Uhr Darth Vader und Stormtrooper unter die Besucher und posieren für Fotos. Bei den Bands gibt es mit „Kurz vor Rente“ und „Gimme Selters“ zwei Newcomer. Höhepunkt ist wie immer der Korso zum Kinderhospiz nach dem gemeinsamen Gottesdienst. „Wer beim Korso mitfahren will, bezahlt ein Startgeld von einem Euro und erhält ein Los für die Tombola“, erklärt Moser das Vorgehen. Der Euro wird von den Teilnehmern zumeist großzügig aufgerundet. „Auch die Aussteller sammeln teilweise das ganze Jahr über“, sagt Moser. 2018 kam eine Rekordsumme von 7050 Euro zusammen. Wie viel es dieses Jahr ist, wird auf der Prummekirmes bekannt gegeben.

Aber nicht nur auf dem Schützenplatz ist das Treffen alle Jahre wieder ein tolles Erlebnis für Schützen und Besucher. Auch die Kinder und Jugendlichen im Hospiz sind schon Tage vorher aufgeregt und freuen sich auf den Besuch der Schützen, die im Korso gefahren kommen. „Die Kinder und die Biker kennen sich teilweise auch beim Namen“, sagt Ruth Teppe, die als ehrenamtliche Helferin für das Hospiz aktiv ist.

Zusammen mit zwei Kolleginnen betreut sie am Samstag den Stand des Hospizes. „Wir freuen uns sehr über das Engagement, da unsere Arbeit ohne die Spendengelder nicht in diesem Maße möglich wäre.“ Denn das Hospiz versucht mit seinem ganzheitlichen Programm, sich nicht nur um das erkrankte Kind zu kümmern, sondern Eltern und Geschwisterkinder einzubinden. „Außerdem ist es gut, hier zu stehen, Präsenz zu zeigen und zu erzählen, dass es uns gibt“, ergänzt Teppe. Und da man keinen Besuch mit leeren Händen antritt, haben die Mopped-Schützen auch in diesem Jahr ein Geschenk für das Hospiz dabei. „Es gibt Seitenteile für die Betten, damit Kinder, die sich viel bewegen, nicht herausfallen“, so Jörg Sturm von den Schützen.

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