Rheinbahn: Warum Bahnsteigtüren nichts für  Düsseldorf sind

Rheinbahn : Warum Bahnsteigtüren nichts für Düsseldorf sind

Als erste deutsche Stadt will München Bahnsteigtüren an der U-Bahn installieren. Für die Rheinbahn kommt das nicht in Frage.

Das Verbrechen an einem Achtjährigen im Frankfurter Hauptbahnhof hat die Sicherheit an der Bahnsteigkante wieder in den Fokus geholt. In München startet in zwei Jahren die Umrüstung der U-Bahnhöfe mit Bahnsteigtüren. Für die Rheinbahn ist der Pilotversuch aus Bayern aber keine Option.

Anders als  in München ist der U-Bahnverkehr in Düsseldorf nicht vollautomatisiert. Und im deutlich  kleineren Tunnelnetz  sind unterschiedliche Bahntypen  unterwegs,  die entsprechend unterschiedliche Tür-Abstände haben. Die müssen aber identisch sein, um synchron zu den Bahnsteigtüren öffnen zu können. Außerdem geht man bei der Rheinbahn davon aus, dass sich Bahnsteigtüren negativ auf die Pünktlichkeit auswirken, weil der Abgleich der Systeme Zeit koste, , sagt Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster.

Nicht nur die Zeit spielt aber eine Rolle: Um Bahnsteigtüren zu installieren, müssten in den U-Bahnhöfen hunderte Millionen Euro  investiert werden. Das lohne sich nur, wenn man  neu baut, sagt Schuster. Selbst in Nürnberg, wo der U-Bahnbetrieb vor einigen Jahren  auf Vollautomatisierung umgestellt wurde, hatte man sich  gegen die Bahnsteigtüren entschieden, die in asiatischen Metropolen üblich.

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