Goethe-Museum in Düsseldorf - Programm, Öffnungszeiten, Geschichte

Museum in Düsseldorf : Wo Goethes Werk bewahrt wird

Die Erinnerungen an den Dichter werden in einem Museum erhalten. Es gibt auch Lesungen und Ausstellungen sowie bald ein großes Sommerfest.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 in Frankfurt geborener Dichter und Universalgelehrter, hat in Düsseldorf seine Spuren hinterlassen, die das Goethe-Museum mit viel Engagement für Gegenwart und Zukunft bewahrt. Der herrschaftliche Bau aus dem späten 18. Jahrhundert liegt am Ende der Jägerhofallee im Hofgarten und zählt mit seinem Handschriftenarchiv, der Forschungsbibliothek, der Kunstsammlung sowie dem Veranstaltungszentrum neben den Museen in Frankfurt und Weimar zu den drei großen Goethe-Archiv- und Forschungsstätten in Deutschland. Der Museumsbestand umfasst gut 50.000 Objekte.

Geschichte Zwar hat Goethe Schloss Jägerhof nie schriftlich erwähnt, gleichwohl muss er das Schloss anlässlich seines ersten Besuchs bei der Familie Jacobi auf deren benachbartem Landsitz „Pempelfort“ dennoch wahrgenommen haben. Kurfürst Carl Theodor zu Pfalz, gleichfalls Bauherr des ungleich größeren Schlosses in Benrath, beauftragte den Bau beim Aachener Baumeister Johann Josef Couven und ließ die Pläne vermutlich von seinem Architekten Nicolas de Pigage überarbeiten. 1772 wurde es fertiggestellt.

Zunächst war das Museum mit der Eröffnung am 30. Juni 1956 jedoch im Hofgärtnerhaus untergebracht. Erst 1987 folgte der Umzug in das Schlossgebäude. Der Museumsbestand basiert auf der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung, der einst größten Privatsammlung zu Johann Wolfgang Goethe und seiner Zeit. Verleger Anton Kippenberg (1874-1950) hatte sie aufgebaut.

In dem Stiftungsvertrag vom 13. Februar 1953 verpflichtet sich die Stadt Düsseldorf, für die Ausstattung, den Unterhalt sowie die Entwicklung des Museums finanziell Sorge zu tragen. Seit 2017 unterstützt auch die Beisheim-Stiftung das Haus. Das Museumsteam führt Christof Wingertszahn als Direktor und Vorsitzender der Kippenberger-Stiftung in Personalunion, Heike Spies ist seine Stellvertreterin in der Museumsleitung und im Stiftungsvorstand.

Ausstattung Unter den rund 50.000 Objekten, die das Goethe-Museum inklusive seiner Forschungsbibliothek beherbergt, sind rund 10.000 Objekte in Präsenzausstellung zu sehen. Dazu zählen Handschriften, Bücher, Kunst, und Kunsthandwerk aus Goethes Zeit.

Zu den Glanzlichtern gehören das Originalskript der Hymne „Das Göttliche“, des Gedichts „Ginkgo biloba“ aus der „West-östliche Divan“, das Aquarell „Landschaft mit Freiheitsbaum“ und eine Reisekostenabrechnung, datiert vom 14. Juni 1782.

Die Bibliothek umfasst als wissenschaftliche Forschungsbibliothek zu Goethe und seiner Zeit rund 25.000 Bände, darunter zahlreiche Originalausgaben. Zwei Spezialsammlungen mit vielen Originalen befassen sich mit dem Roman-Evergreen „Die Leiden des jungen Werthers“ und dem Drama „Faust“.

Programm Das Museum präsentiert sich auf unterschiedlichen Bühnen, indem es auch Ausstellungen, Vorträge und Tagungen, Jazzkonzerte, spezielle Führungen sowie kunstpädagogische Aktionen anbietet.

Vorschau Am Mittwoch, 28. August, findet ein großes Sommerfest anlässlich des 270. Geburtstags von Johann Wolfgang von Goethe statt. Geboten wird unter anderem ein literarisch-musikalisches Programm, das bei schönem Wetter im Garten von Schloss Jägerhof stattfinden soll.

Weitere Veranstaltungen im August sind die Kinder-Ferienaktion „Ein Gartentag mit Goethe“ heute um 14 Uhr. Sie stellt den Dichterfürsten mit grünem Daumen vor. Am Sonntag, 1. September, eißt es ab 15 Uhr „Kopf oder Zahl?“. Diese Aktion ist für Kinder ab fünf Jahren, der Eintritt ist frei.

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