Gnade am Amtsgericht Düsseldorf: Ex-Fußballprofi darf Führerschein behalten

Amtsgericht Düsseldorf : Ex-Fußballprofi darf Führerschein behalten

Eine Richterin am Amtsgericht Düsseldorf ließ Gnade walten: Weil ein Ex-Bundesliga-Spieler als Berater dringend auf seinen Führerschein angewiesen ist, darf er ihn behalten, obwohl er gerast ist.

Der 31.Jährige war vor dem Amtsgericht in Düsseldorf erschienen, weil er wegen einer Tempofahrt nicht nur 80 Euro Buße zahlen, sondern auch ein Fahrverbot von vier Wochen einhalten sollte.

Ende November 2018 war er auf der A44 Richtung Velbert mit weit überhöhtem Tempo geblitzt worden: Er war 27 Kilometer in der Stunde zu schnell unterwegs gewesen.

Wie er nun angab, habe er sich nach der Sportler-Karriere in der Trampolin-Branche versucht, habe von dort gerade erst den Absprung zu den Spieler-Beratern geschafft. Ohne Auto könne er dabei aber keine vier Wochen durchhalten.

Die Richterin fand eine Lösung: Sie erhöhte die Buße auf das Vierfache, jetzt also auf 320 Euro – und verzichtete im Gegenzug auf das Fahrverbot.

Damit kann der 31-Jährige, der bisher nicht als Raser aufgefallen war, seinen frisch gegründeten Spieler-Betrieb doch aufrechterhalten.