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Düsseldorf-Oberbilk: Falsche Freunde rauben Jugendlichen mit Schlagring aus

Vorfall in Düsseldorf-Oberbilk : Falsche Freunde rauben Jugendlichen mit Schlagring und Schlagstock aus

Er glaubte zunächst, sich bei einem Freund ins Auto zu setzen. Doch dann wurde der 17-Jährige aus Düsseldorf-Oberbilk mit einem Schlagstock und einem Schlagring attackiert und ausgeraubt. Die mutmaßlichen Täter konnten festgenommen werden.

Zunächst sah alles nach einer abendlichen Spritztour mit einem Kumpel aus. Doch dann wurde aus dieser Tour Mitte Dezember 2020 ein Horrortrip, denn die Fahrt entpuppte sich als geplanter Raub zum Nachteil eines 17-jährigen Schülers aus Oberbilk.

Der junge Mann stieg an jenem Abend in das Auto zu seinem vermeintlichen 18-jährigen Freund. Im Fahrzeug saßen noch der Bruder des Freundes (17) und zwei weitere Personen im Alter von 18 und 24 Jahren.

In dem Pkw nahmen der 18-Jährige und dessen Bruder das Smartphone und Bargeld des Opfers unter einem Vorwand an sich. Als der 17-Jährige sein Eigentum wieder haben wollte, attackierten sie ihn mit einem Schlagstock und einem Schlagring. Unter massiven Drohungen musste der Schüler dann noch einen „Kaufvertrag“ unterschreiben und die Zugangsdaten für das Telefon verraten.

Der 17-Jährige ging kurz nach der Tat zu Polizei und meldete die Tat. Im Verlauf der Ermittlungen konnte der Kreis der mutmaßlichen Beteiligten eingegrenzt werden. Gemeinsam mit weiteren Dienststellen nahmen die Ermittler des Kriminalkommissariats 36 die vier Tatverdächtigen in der dritten Januarwoche zunächst fest.

Zeitgleich konnten mehrere Durchsuchungsbeschlüsse in den Wohnungen der mutmaßlichen Räuber vollstreckt werden. Dort fanden die Ermittler unter anderem einen Schlagring, eine Schreckschusswaffe und Betäubungsmittel. Bei den anschließenden Vernehmungen waren zwei Tatverdächtige geständig.

Ein weiterer Mann wurde unter dem Tatverdacht der Hehlerei ermittelt und zunächst festgenommen. Bei ihm konnten die Beamten auch das Handy des 17-Jährigen sicherstellen. Es stellte sich zudem heraus, dass der 24-jährige Fahrer keinen Führerschein besitzt. Ihm droht zusätzlich eine entsprechende Anzeige.

Nach bisheriger Auswertung der sichergestellten Beweise deutet alles auf eine geplante Tat hin. Aufgrund fehlender Haftgründe wurden alle Tatverdächtigen entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

(csr)