Wir in Delhoven/Knechsteden: Zuhause am Waldesrand

Wir in Delhoven/Knechsteden : Zuhause am Waldesrand

Eng mit der Natur verbunden ist die Familie von Theo Peters. Zusammen mit seiner Frau Heide und Tochter Antonia lebt der Revierförster im Delhovener Forsthaus, direkt am Chorbusch.

Ein lodernder Kamin füllt das Zimmer mit wohliger Wärme. Aus der Küche ist ein dumpfes Klimpern zu hören, es duftet köstlich. An diesem Nachmittag verwandelt sich das Delhovener Forsthaus in eine Weihnachtsbäckerei. Zusammen mit ihrer Tochter trifft Heide Peters die letzten Vorbereitungen für Antonias dritten Geburtstag. "Es wird richtig gefeiert, morgen kommen Antonias Freundinnen vorbei", sagt Heide Peters. Und gefeiert werden die Feste in der Familie, wie sie kommen — direkt hintereinander. So darf sich Antonia in dieser Woche gleich zwei Mal auf Geschenke ihrer Eltern freuen.

Kloster Knechtsteden gibt es seit 900 Jahren. Foto: Büro Ivo Rauch, Koblenz

Doch Weihnachtsstress ist Theo und Heide Peters nicht anzumerken. Der Geburtstag am 23. Dezember ist geschafft, nun wird es auch im Forsthaus ruhiger. "Heute Morgen ziehen wir los in den Wald und werden einen Weihnachtsbaum aussuchen", erklärt Revierförster Theo Peters. Der wird gemeinsam geschmückt. "Das ist Tradition", ergänzt seine Frau. Vom Forsthaus aus ist der Delhovener Chorbusch nur einen Katzensprung entfernt und das ist der Familie wichtig. "Ich bin durch meinen Beruf nach Delhoven und ins Forsthaus gekommen, doch wir sind generell alle drei eng mit der Natur verbunden", erzählt Theo Peters. Heide engagiert sich als Schatzmeister der Kreisjägerschaft, er selbst ist ebenfalls ehrenamtlich aktiv, unter anderem für die Biologische Station in Knecht-steden. "Wald, Jagd und Naturschutz passen gut zusammen", erklärt der 54-Jährige und spricht damit ein weiteres Hobby an. Während der Saison gehen seine Frau und er regelmäßig auf die Jagd. "Doch die meiste Freizeit nimmt die Arbeit in der Naturschutzjugend ein", sagt Heide Peters.

Musikalisch wird es, wenn das Ehepaar gemeinsam mit den Bläsern des Tannenbusch-Orchesters aktiv wird. Auch Antonia verbringt viel Zeit im Wald. "Seit Anfang Dezember besucht sie den Waldkindergarten in Knechtsteden", sagt ihre Mutter. An diesem Nachmittag ist Antonia müde. Die langen Tage mit der Kindergartengruppe an der frischen Luft und das weihnachtliche Backen haben ihr Übriges getan. "Die Kinder sind den gesamten Tag bei Wind und Wetter an der frischen Luft. Daran muss sie sich erst gewöhnen", erklärt Heide Peters.

Während Heide Peters gebürtig aus dem Ort stammt, ist Theo Peters berufsbedingt zugezogen. "Ich komme vom Niederrhein, habe dann in der Eifel gearbeitet und erhielt schließlich eine Stelle in Dormagen", resümiert er. Seit 1990 ist Theo Peters hauptamtlicher Revierförster in einem Waldgebiet, das "zu 90 Prozent aus Edellaubholz besteht — insgesamt rund 2300 Hektar". Kennengelernt hat er seine Frau über die Jagd. Sie arbeitet in einem Unternehmen für Seminar- und Tagungsmanagement. "Wir schulen Mitarbeiter von Unternehmen, die im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs arbeiten, vom Fahrer bis hin zum Vorstand", erklärt die Steuerrechtlerin. "Das Unternehmen sitzt in Köln, wo ich auch während des Studiums gewohnt habe", ergänzt die 38-Jährige. Schnell wurde ihr jedoch klar, dass sie lieber auf dem Land lebt. "Wenn man auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, liegt das nahe.".

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