DHC Rheinland: Ratka streicht Weihnachten für den DHC

DHC Rheinland : Ratka streicht Weihnachten für den DHC

Sie hat Spuren hinterlassen, die 22:26-Niederlage des DHC Rheinland beim VfL Bad Schwartau am Mittwochabend. Zumindest bei Richard Ratka. "Ich habe am Donnerstag sehr wenig mit der Mannschaft gesprochen", sagt der Trainer des Handball-Zweitligisten.

Seines Erachtens "gibt es auch wenig zu besprechen. Es gibt nur ein Ziel: das letzte Spiel des Jahres zu gewinnen."

Das führt am Montag (17 Uhr) die TSG Friesenheim ins Sportcenter am Höhenberg. In der vergangenen Saison noch gemeinsam mit dem DHC erstklassig, befinden sich die von heftigen Verletzungsproblemen geplagten "Eulen" nach 1:11 Punkten aus den letzten sechs Spielen im freien Fall — nur noch ein Punkt trennt die Ludwigshafener, die am Mittwoch in Bietigheim eine 25:20-Führung nach 45 Minuten nicht ins Ziel brachten und 32:33 verloren, von den Abstiegsrängen.

Ratka interessiert das genauso wenig wie die Frage, wen sein Kollege Thomas König am zweiten Weihnachtstag aufbieten kann: "Es kommt einzig und allein auf uns an. Wenn wir konzentriert und engagiert zur Sache gehen, dann erreichen wir auch, was wir uns vorgenommen haben. Aber dafür müssen wir wieder bis ans Limit gehen."

Weil er dafür eine "akribische Vorbereitung" für unerlässlich hält, hat der DHC-Trainer die Weihnachtstage für seine Schützlinge gestrichen: "Andere müssen ja auch arbeiten", sagt Ratka mit Blick darauf, dass sowohl heute Vormittag als auch am Abend des ersten Feiertages Training ansteht. "Dazwischen können sie ja feiern", sagt der 48-Jährige, "aber in unserer Situation muss Weihnachten an die zweite Stelle treten."

Schließlich möchte er nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge unbedingt ein Erfolgserlebnis mit in die fünfwöchige Pause nehmen, die mit dem Gastspiel in Bietigheim, dem letzten Spiel der Hinrunde, am 3. Februar endet. "Das sind wir uns, unseren Ansprüchen und unseren Fans schuldig", sagt Ratka, der sich und die Seinen mit dann 22 Punkten (die beiden am "grünen Tisch" gewonnenen eingerechnet) durchaus im Soll sieht, auch wenn er einräumt: "Es waren ein paar unnötige und deshalb ärgerliche Punktverluste dabei."

Am Montag, so hofft er, steht ihm außer den Rekonvaleszenten Bastien Arnaud und Andrej Petro sein komplettes Aufgebot zur Verfügung, auch Alexander Kübler, der in Bad Schwartau wegen einer Magen- und Darmgrippe fehlte, sollte bis dahin wieder einsatzbereit sein.

"Dadurch werden wir wieder etwas flexibler, vor allem, was die Deckung angeht", sagt er über den Magdeburger, der eigentlich nur für die in der Oberliga spielenden "Reserve" vorgesehen war, aufgrund der Personalnot am Kreis ins Zweitliga-Team rückte und sich dort sehr gut eingeführt hat.

(NGZ/rl)
Mehr von RP ONLINE