Dormagen: Park-Chaos am Krankenhaus

Dormagen : Park-Chaos am Krankenhaus

An der prekären Parkplatzsituation am Kreiskrankenhaus Hackenbroich hat sich wenig geändert – trotz Einrichtung des neuen Motorradparkplatzes. Neben Besuchern der Klinik ist besonders das Kollegium der Realschule betroffen.

An der prekären Parkplatzsituation am Kreiskrankenhaus Hackenbroich hat sich wenig geändert — trotz Einrichtung des neuen Motorradparkplatzes. Neben Besuchern der Klinik ist besonders das Kollegium der Realschule betroffen.

Der Besuch eines Angehörigen im Kreiskrankenhaus kann teuer werden: Wer auf dem Parkplatz versucht, den vorhandenen Raum über die Parkflächen hinaus zu nutzen, muss mit Knöllchen rechnen.

Die Plätze sind zu Besuchszeiten fast immer belegt, obwohl es seit Sommer eine eigens Parkfläche für Motorräder und -roller gibt. Die haben die Technischen Betriebe Dormagen eingerichtet, damit Zweiradfahrer keine Autoplätze mehr blockieren — dies hatte die Hackenbroicher CDU als zentrales Übel ausgemacht.

"Die Stadt hat einiges getan", lobt Alois Moritz, Schulleiter der angrenzenden Realschule. Doch sei das Kollegium noch immer unzufrieden. Der Schulleiter meint, dass der Rhein-Kreis als Träger des Krankenhauses am Zug ist, mehr Parkplätze zu schaffen. Ideen? "In Köln-Longerich gibt es ein Mini-Parkhaus am Krankenhaus", sagt Moritz. Die Schule wolle Anfang des Jahres nochmal auf Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann zugehen.

Nur gemeinsam mit der Stadt könne an einer Verbesserung der Situation gearbeitet werden, meint Krankenhausdirektor Ralf H. Nennhaus. Er kann der Parkhaus-Idee einiges abgewinnen. "Aber das muss refinanziert werden." Heißt: Fürs Parken wären Gebühren zu entrichten.

"Eine Komplettbewirtschaftung würde zu einer weiteren Überlastung des freien Parkraumes in Hackenbroich führen", warnt Nennhaus. Denn: Kostenpflichtige Plätze verleiteten dazu, auf kostenfreie Parkflächen vor dem Krankenhaus auszuweichen. Weiteres Problem: Die Parkflächen würden vermehrt von Schülern benutzt. Kurzfristig sei dennoch keine größere Ausweitung geplant. "Für den Krankenhausbedarf steht genug Parkraum zur Verfügung." Insgesamt gebe es 383 Plätze an der Elsa-Brändström- und Dr.-Geldmacher-Straße; von den maximal 320 Krankenhaus-Mitarbeitern kämen 70 Prozent mit dem Auto.

Die Situation könnte "besser sein", meint Dormagens stellvertretender Bürgermeister Hans Sturm. Ideen der CDU: Die Hauptzufahrt könnte so umgestaltet werden, dass 45 Parkplätze entstehen. Auch in der Grünanlage vor der früheren Rettungswache könnten 25 Plätze entstehen.

Barbara Kron, Leiterin des Malteserstifts, kennt das Parkproblem nebenan aus der Zeit, "wo wir Vorstellungsgespräche und noch keinen eigenen Parkplatz hatten." Angehörige kranker Heimbewohner würden am Stift parken und zu Fuß rübergehen. Weiteren Parktourismus gebe es nicht — abgesehen von Fahrschülern, die am Stift einparken üben.

(NGZ/rl)
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